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Prozess gegen Flugzeug-Kidnapper

Maltesisches Gericht klagt Flugzeugentführer an

Die beiden Entführer eines libyschen Passagierflugzeuges müssen sich vor einem Gericht auf Malta verantworten. Den Libyern wird unter anderem Entführung, Gewaltanwendung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Malta Entführer des Afriqiyah Airways Airbus A320 vor Gericht in Valletta (picture alliance/ZUMAPRESS.com)

Der Prozess in Malta findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt

Die Maschine der libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah war am Freitag auf einem Inlandsflug von Sebha in Südlibyen in die Hauptstadt Tripolis entführt und nach Malta umgeleitet worden. Insgesamt waren 117 Menschen an Bord des Airbus A320. Nach stundenlangen Verhandlungen am Flughafen von Maltas Hauptstadt Valetta ließen die beiden Luftpiraten alle Geiseln frei und ergaben sich. Sie stellten keinerlei Forderungen.

Die Kidnapper schweigen

Im Falle einer Verurteilung wegen Entführung droht den Kidnappern eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Männer bekannten sich bislang nicht schuldig. Sie äußerten sich auch nicht zur ihren Motiven, berichtet die "Times of Malta" unter Berufung auf Polizeikreise. Im Verhör hätten sie sich geweigert, auf Fragen zu antworten,

Bislang gebe es auch kein Auslieferungsersuchen Libyens. Die beiden Männer hätten kein politisches Asyl in Malta beantragt. Es deute alles darauf hin, dass sie den ehemaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi unterstützten.

Einer der Männer hatte in der Flugzeugtür die alte grüne libysche Staatsflagge geschwenkt, die nach dem Sturz und dem Tod Gaddafis 2011 abgeschafft worden war.

haz/jj (dpa, afp)