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Aktuell Europa

Malmström fordert mehr Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge in die EU

EU-Innenkommissarin Malmström will, dass die EU-Länder deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen. Vor einem Treffen der EU-Innenminister schlug sie vor, den Menschen legale Möglichkeiten zur Einreise nach Europa anzubieten.

In einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, die Zahl der Flüchtlinge nach Europa werde in den kommenden Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen und dies werde "über Jahrzehnte" anhalten. Deshalb müsse die Europäische Union viel mehr tun, um Menschen zu helfen, die vor Elend und Gewalt fliehen.

Smart Borders EU Kommission Cecilia Malmstrom

Cecilia Malmström: Der Flüchtlingsstrom wird in den kommenden Jahren nicht abreißen

Prämie in Aussicht gestellt

Die EU-Kommissarin stellte für jeden aus Flüchtlingslagern umgesiedelten Menschen "6000 Euro Unterstützung für die Aufnahme und Integration" in Aussicht. Dies sage sie im Namen der Europäischen Kommission für jeden einzelnen aufgenommenen Flüchtling aus einem Lager zu, unterstrich Malmström.

Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien leben in überfüllten Lagern in Jordanien, der Türkei und im Libanon. Dies sei "eine unmenschliche Situation, die wir nicht einfach so hinnehmen dürfen".

Humanitäre Visa

Die EU-Innenminister beraten heute in Luxemburg über Maßnahmen, wie Europa auf den wachsenden Strom illegal einreisender Flüchtlinge reagieren kann. Nach Zahlen der EU-Grenzschutzagentur Frontex wurden von Januar bis April an den Außengrenzen der EU rund 42.000 Flüchtlinge aufgegriffen - mehr als dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum 2013.

Neben Umsiedlungen schlägt Malmström als weitere Möglichkeit der legalen Einreise auch die Vergabe so genannter humanitärer Visa an Flüchtlinge vor: "Dann könnten Flüchtlinge in ihren Heimatländern an den Konsulaten des jeweiligen EU-Staats Visa beantragen und abholen und dann auf sicherem Wege legal nach Europa einreisen." Damit könne verhindert werden, dass Flüchtlinge in die Hand von Menschenschmugglern fielen und ihr Leben auf dem Fluchtweg nach Europa riskierten.

uh/cr (afp,dpa)