1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Malaysische MH17-Absturzopfer in Kuala Lumpur

Fünf Wochen nach der MH17-Katastrophe sind die sterblichen Überreste von 20 malaysischen Insassen nach Kuala Lumpur übergeführt worden. Die Ankunft der Särge stürzt ganz Malaysia noch einmal in kollektive Trauer.

Ein Flugzeug mit den sterblichen Überresten von 20 malaysischen Opfern der MH17-Katastrophe in der Ostukraine ist in Kuala Lumpur gelandet. Am Hauptstadt-Flughafen nahmen Hinterbliebene sowie Regierungschef Najib Razak und andere Regierungsvertreter an einer Trauerzeremonie teil. "Wir trauern um unsere Landsleute. Heute beginnen wir, sie nach Hause zu bringen," sagte Najib. Die Opfer wurden mit militärischen Ehren empfangen, die 20 Särge waren in die malaysische Flagge gehüllt und wurden aus dem Flugzeug in weiße Leichenwagen getragen. Die Hinterbliebenen fuhren vom Flughafen aus zu privaten Beerdigungen. Der Freitag ist offizieller Trauertag, Malaysier im ganzen Land legten eine Gedenkminute ein, alle Flaggen wehten auf halbmast. Die Sondermaschine der Malaysia Airlines war am Donnerstag von Amsterdam aus nach Kuala Lumpur gestartet.

Bei dem mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine am 17. Juli waren alle 298 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Bislang wurden insgesamt 127 Insassen in den Niederlanden identifiziert. 43 von ihnen waren Malaysier. Bei 30 von ihnen konnte die Identität zugeordnet werden. Die sterblichen Überreste von elf Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern kamen in Kuala Lumpur an. Das nächste Flugzeug wird am Sonntag erwartet.

Die Ukraine und die prorussischen Rebellen im Osten des Landes beschuldigen sich gegenseitig, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Die zentralen Untersuchungen zu dem Absturz laufen in den Niederlanden, weil die weitaus meisten der Opfer Niederländer waren. Um die Identifizierung der Leichen sowie von Leichenteilen bemüht sich ein internationales Team von Gerichtsmedizinern in Hilversum bei Amsterdam.

sti/jj (dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt