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Reise

Malaysias Rikschas sind Touristenhit

Laute Musik, üppiger Blumenschmuck, Comicfiguren: Die aufgepimpten Fahrradtaxis von Malakka begeistern Malaysias Touristen. Die meisten Besucher fahren damit ins historische Zentrum der Hafenstadt.

Früher gehörten Rikschas in vielen Teilen Malaysias zum täglichen Straßenbild. Erst als Autos erschwinglich wurden, verschwanden die dreirädrigen Fahrräder allmählich von den Straßen. 

In Malakka aber haben die Rikschas überlebt. Die Küstenstadt - im 16. Jahrhundert als Kolonialstadt gegründet und 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt - ist eine von Malaysias Hauptsehenswürdigkeiten. Sie ist die älteste Stadt des Landes mit vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit wie den chinesischen Kaufmannshäusern, dem indischen Tempel, dem portugiesischen Festungstor und der holländischen Kirche.

Malaysia Traditionelle Häuser in Malacca (picture alliance/CPA Media Co. Ltd)

Kolonialzeit: Kaufmannshäuser chinesischer Einwanderer

Für die Touristen wurden die Rikschas mit blinkenden Lichterketten, Cartoonfiguren wie den Minions oder Pokemons Pikachu aufgepeppt. Aus ihren Musikanlagen schallt ein Potpourri aus Techno, Bollywood-Hits und chinesischen Balladen.

"Die Dekoration von Malakkas Dreirädern ist einzigartig! Andere Rikschas kommen da nicht annähernd ran", sagt Rikscha-Fahrer Mohamad Isa Mursidi, dessen Dreirad-Ross mit Hello Kitty-Puppen und einem Strauß Plastikblumen in herzförmigem Rahmen geschmückt ist.

Malaysia Rikschas (picture alliance/robertharding/C. Kober)

Pause: Rikschas am Holländischen Platz vor der Christuskirche

Wenn die Fahrer gerade keine Besucher kutschieren, kann man sie mit ihren Rikschas am historischen Hauptplatz Malakkas finden. Hier entspannen sie im Schatten des Stadthuys, einem beeindruckenden roten Gebäude, das während der niederländischen Kolonialherrschaft im 17. Jahrhundert Sitz des Gouverneurs war.

Die lauten, grellen Rikschas sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Für viele Malakka-Besucher ist der Trip mit den bunten Fahrradtaxis durch die Altstadt dennoch ein fester Bestandteil ihrer Reise. "Besonders in der Nacht ist eine Fahrt mit der Rikscha romantisch", schildert ein Tourist seine Erfahrung.

Rikschas in Malaysia (picture alliance/dpa/S. Shamsudin)

Ganz schön schrill: Blumenschmuck und BMW-Abzeichen auf Rikscha

Die Geschichte Malakkas geht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Durch die strategisch wichtige Seestraße von Malakka wurde die Stadt im Südwesten der malaiischen Halbinsel zum bedeutenden Umschlaghafen, der Händler aus aller Welt anzog.

Malakka wurde zunächst von den Portugiesen kolonialisiert. Dann von den Niederländern und schließlich im 19. Jahrhundert von den Briten. Die Hafenstadt wurde Teil der "Niederlassungen am Meer". Unter diesem Namen fasste die britische Krone ihre Kolonien an der Straße von Malakka zusammen. Die wichtigsten waren Penang, Singapur und eben auch Malakka.

fm/ey (AFP)

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