Malala Yousafzai zur jüngsten UN-Friedensbotschafterin gekürt | Aktuell Welt | DW | 11.04.2017
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Menschenrechte

Malala Yousafzai zur jüngsten UN-Friedensbotschafterin gekürt

Sie ist eine Frau im Alter einer Abiturientin - die mehr mitgemacht hat als andere im ganzen Leben. Durch Mut und Unbeugsamkeit ist sie Vorbild für viele, nun auch offiziell im Dienst der Vereinten Nationen.

Die Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai ist zur bislang jüngsten UN-Friedensbotschafterin ernannt worden. "Wenn wir Mädchen Bildung geben, verändern wir ihre Gemeinschaft und die ganze Gesellschaft", sagte die 19-Jährige bei der feierlichen Veranstaltung im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

"Ich habe Hoffnung und mache allen jungen Mädchen da draußen Mut: Ihr müsst aufstehen und an euch glauben. Wenn ihr eine strahlende Zukunft haben wollt, müsst ihr jetzt an die Arbeit gehen."

Zielscheibe von Islamisten

2012 war Yousafzai in ihrer pakistanischen Heimat angeschossen worden, weil sie sich für die Bildung von Mädchen einsetzte. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Großbritannien. 2014 bekam sie gemeinsam mit dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi den Friedensnobelpreis.

USA Malala Yousafzai und Antonio Guterres in New York (Getty Images/D. Angerer)

UN-Generalsekretär António Guterres führt sie offiziell in ihr Amt ein

Bereits vor drei Jahren, an ihrem 16. Geburtstag, hatte Yousafzai eine Rede vor den Vereinten Nationen gehalten. "Damals habe ich der Welt gesagt, dass Bildung ein grundsätzliches Menschenrecht für jedes Mädchen ist. Heute stehe ich hier und sage dasselbe."

Die Ernennung zur Friedensbotschafterin war von UN-Generalsekretär António Guterres verkündet worden. Weitere Friedensbotschafter sind unter anderem die Schauspieler Leonardo DiCaprio, Michael Douglas und Edward Norton. In dem Ehrenamt soll sich Yousafzai vor allem dafür einsetzen, dass Mädchen auf der ganzen Welt freien Zugang zu Bildungsangeboten haben.

jj/ww (dpa, afp)

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