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Fußball

Mainz wie es siegt und lacht

Nach dem Erfolg beim Meister FC Bayern bleibt das Sensationsteam aus Mainz Tabellenführer. Am Sonntag überrascht Hannover weiter und siegt auch in Kaiserslautern und Wolfsburg setzt seine Aufholjagd gegen Freiburg fort.

FCK-Torwart Tobias Sippel (r.) war beim 0:1 ohne Chance. (Foto: Ronald Wittek dpa/lrs)

FCK-Torwart Tobias Sippel (r.) war beim 0:1 ohne Chance

Hannover 96 befindet sich dank Mohammed Abdellaoue weiter auf einem Höhenflug. Die Niedersachsen gewannen am 6. Bundesliga-Spieltag beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern durch den Treffer des Norwegers in der 33. Minute mit 1:0 (1:0). Durch den Erfolg im 750. Spiel in der Eliteklasse kletterte der zweimalige deutsche Meister auf den dritten Tabellenplatz und stellte mit 13 Punkten nach sechs Partien einen neuen Klubrekord auf. Dagegen wartet der FCK seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg. "Nach sechs Spieltagen ist es noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen. Wir haben auch heute wieder super verteidigt", meinte Hannovers Torhüter Florian Fromlowitz. Man habe zwar insgesamt nicht so gut gespielt wie zuletzt, aber wichtig sei, dass man gewonnen und nunmehr 13 Punkte auf dem Konto habe, ergänzte er.

Wolfsburgs Grafite (r.) köpft das Tor zum 2:1 gegen Freiburgs Mensur Mujdza, Oliver Barth und Julian Schuster (r-l). (Foto: Jochen Lübke dpa/lni)

Wolfsburgs Grafite (r.) köpft das Tor zum 2:1 gegen Freiburgs Mujdza, Barth und Schuster (r.-l.).

Unterdessen ist auch der VfL Wolfsburg weiter auf dem Vormarsch. Der Meister von 2009 gewann gegen den SC Freiburg mit 2:1 (1:1) und verbesserte sich mit dem dritten Sieg innerhalb einer Woche vorerst bis auf den sechsten Platz. Der Brasilianer Grafite (25./64. Minute) machte vor 26.000 Zuschauern mit seinem zweiten Doppelpack den Erfolg für das Team von Coach Steve McClaren perfekt. "Ich hoffe, dass ich wieder auf dem Weg zu alter Stärke bin. Aber das System mit zwei Sturmspitzen, dass wir derzeit spielen, kommt mir sehr entgegen. Mit Edin Dzeko spiele ich ja schon drei Jahre zusammen, wir kennen uns", meinte Torschütze Grafite. Der sechste Saisontreffer von Papiss Cissé (36.) reichte den Breisgauern nicht. Der Sportclub verließ auswärts erstmals in dieser Spielzeit als Verlierer den Platz.

Mainz bleibt auf eins

Der Mainzer Sami Allagui (Foto: AP)

Sami Allagui traf gegen die Bayern sogar per Hacke

Das Mainzer Märchen ging auch am Samstag (25.09.2010) weiter. Beim deutschen Rekordmeister behielt der Tabellenführer seine weiße Weste, siegte mit 2:1 (1:1) und baute seine Ausbeute auf 18 Punkte aus. Mainz hat nun schon elfmal in Folge in der Liga nicht verloren. Schön war es sicherlich nicht, was die Mainzer geboten haben, aber erfolgreich. Nur in der Anfangsphase spielten sie mit und gingen auch nicht unverdient in Führung. Danach stellten sie über weite Strecken sämtliche Aktivitäten ein und überließen den Bayern das Feld, allerdings wussten die Münchner zu oft nicht, was sie mit ihrer Überlegenheit anfangen sollten. Bayern-Coach Louis van Gaal sprach dann auch von einem schlechten Spiel der Bayern. Franck Ribery und Arjen Robben wurden mehr als schmerzlich vermisst. Trainer Thomas Tuchel unterstrich dagegen den Mut seiner Mainzer in der Anfangsphase und das taktische Geschick über die 90 Minuten.

Nur Dortmund hält mit Mainz Schritt

Dortmunds Kevin Großkreutz (l.) und Dortmunds Marcel Schmelzer feiern den ersten Treffer fuer ihre Mannschaft (Foto: dapd)

Kevin Großkreutz (l.) traf für Dortmund gleich zweimal

Klar auf dem zweiten Platz etabliert hat sich Borussia Dortmund mit dem 3:1 (1:1)-Sieg beim FC St. Pauli und nunmehr 15 Punkten. Die bisherige Torfabrik der Liga legte los wie zuletzt, schien die Hamburger überrollen zu wollen und holte eine verdiente Führung. Doch die Partie kippte, plötzlich spielte nur noch die Heimmannschaft. Trotz des Sieges monierte Dortmunds Trainer Klopp dann auch die Konzentrationsschwäche seines Teams in dieser Phase. Zum Führungstreffer reichte es für St. Pauli allerdings nicht. Insgesamt geriet der Sieg des BVB nie wirklich in Gefahr und war vor allem verdient.

Stuttgart ziert das Tabellenende

Für den VfB Stuttgart geht die Katastrophensaison weiter. Gegen eine über weite Strecken klar überlegene Elf von Bayer Leverkusen verloren die Schwaben mit 1:4 (0:2). Hatte man nach dem 7:0 gegen Mönchengladbach schon geglaubt, die Stuttgarter seien auf dem richtigen Weg, so zeigten die beiden nächsten Spiele, dass der Mannschaft doch in allen Mannschaftsteilen zumindest momentan noch die Klasse fehlt. Bayer 04 dagegen hat in den letzten 13 Pflichtspielen nur ein einziges Mal verloren und sich folgerichtig damit auf Platz vier vorgespielt. Trainer Jupp Heynckes sah seine Elf dann auch "bärenstark" und tröstete die Stuttgarter, es sei unheimlich schwer, nach so einem Rückstand gegen eine starke Mannschaft noch einmal zurückzukommen. Die Stuttgarter rutschten damit erst einmal ans Tabellenende. Zudem verloren sie auch noch Mauro Camoranesi durch Platzverweis.

Schalke immer noch keine Mannschaft

Huntelaar (r.) feiert mit Raul dessen Treffer zum 2:2-Endstand. (Foto: AP Photo/Frank Augstein)

Huntelaar (r.) feiert mit Raul dessen Tor zum 2:2-Endstand

Von einem extrem schlechten Saisonverlauf kann man auch weiterhin bei Schalke 04 sprechen. Selbst gegen Borussia Mönchengladbach – zuletzt ja so etwas wie die Schießbude der Liga – kamen die Königsblauen über ein 2:2 (0:2)-Unentschieden nicht hinaus. Zunächst sah es sogar nach einem Debakel für Schalke aus, führten die Mönchengladbacher doch zur Pause mit 2:0. Nach dem Anschlusstreffer unmittelbar nach der Pause spielte zwar nur noch Schalke, blieb aber vor dem Mönchengladbacher Tor blass. Ausgerechnet der bis dato glücklose Millioneneinkauf Raul erlöste die Schalker drei Minuten vor Schluss. Selbst die zahlenmäßige Überlegenheit hatten sie nach dem Platzverweis von Roel Brouwers nicht nutzen können. Felix Magath lobte nach der Partie den Kampfgeist seiner Schalker in der zweiten Halbzeit und meinte, er sei froh über den Punktgewinn seiner Mannschaft. Das Unentschieden war allerdings zu wenig, um die Abstiegsplätze verlassen zu können.

Nordderby für Bremen

Mit einem knappen und durchaus glücklichen 3:2 (2:0)-Sieg entschied Werder Bremen das Nordderby gegen den Hamburger SV für sich. In der ersten Halbzeit war von den Hamburgern so gut wie nichts zu sehen, Bremen dominierte klar und ging leicht und locker 2:0 in Führung. Nach der Pause wollten die Bremer die Führung über die Zeit schaukeln und schläferten sich dabei selbst ein. Prompt glich der HSV aus. Danach folgte ein offener Schlagabtausch mit Chancen in Hülle und Fülle. Bremen war dann am Ende der glückliche Sieger. Bremen kann zumindest mit den drei Punkten ins Mittelfeld ziehen, der HSV ist mit vier Spielen ohne Sieg auf dem Weg nach unten.

In Frankfurt zeigte die Eintracht nach zwei Niederlagen in Folge von Beginn an, dass sie den Fans mehr bieten wollte als zuletzt. Für diese Einstellung wurden die Frankfurter letztlich auch mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg belohnt – dem zweiten Saisonsieg. Für die Franken, die den Frankfurtern einen offenen Schlagabtausch lieferten, war es die zweite Saisonniederlage.

Am Freitag (24.09.2010) hatten sich der 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim 1:1 (1:0)-Unentschieden getrennt. Trotz zunächst klarer Überlegenheit und der Führung verpassten die Kölner gegen teils sehr schwache Hoffenheimer den zweiten Saisonsieg.

Autor: Calle Kops
Redaktion: Tobias Oelmaier

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  • Datum 13.09.2005
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