1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa League

Mainz und Schalke wollen würdigen Abschluss

Alles schon entschieden beim FC Schalke 04 und dem FSV Mainz 05 vor dem letzten Spiel der Gruppenphase in der Europa League: Schalke ist als Erster weiter, Mainz raus. Beide wollen zum Abschluss einen Dreier einfahren.

Fünf Spiele, fünf Siege - was in der Liga genau andersherum begann, entwickelte sich für den FC Schalke 04 in der Europa League zum Selbstläufer. Furios trat der Ruhrpott-Verein dort auf und sicherte sich bereits vorzeitig Platz eins der Gruppe und den Einzug in die K.o.-Phase. Vor der Begegnung am Donnerstag bei RB Salzburg (Anstoß 21.05 Uhr MEZ) kündigte Trainer Markus Weinzierl einige Änderungen an.

Dass der Gegner ausgerechnet RB heißt, dürfte die "Königsblauen" zusätzlich anstacheln: Nach zuletzt zehn Siegen in zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage hatten sie zuletzt eine bittere Niederlage bei RB Leipzig mit dem Wirbel um die Schwalbe von Timo Werner kassiert. Nun trifft Schalke 04 quasi auf die Reserve des Bundesliga-Spitzenreiters, Österreichs Meister RB Salzburg. "Wir wollen sofort versuchen, eine neue Serie zu starten", sagte Sportvorstand Christian Heidel.

Bei den bereits ausgeschiedenen Salzburgern spielen nach den zahlreichen Red-Bull-internen Wechseln der letzten Jahre vor allem entwicklungsfähige Talente, die künftig für Leipzig interessant werden könnten. Sieben Ex-Salzburger gehören aktuell zum Kader des deutschen Rekord-Aufsteigers aus Leipzig, fünf von ihnen standen am Samstag in der Bundesliga gegen Schalke auf dem Platz. Für die Schalker Fans spielt es anscheinend keine Rolle, dass bei der anstehenden Europapokal-Partie sowohl bei ihren "Knappen" als auch bei den "Bullen" aus Salzburg fast nur Ersatzleute auflaufen werden: Rund 10.000 Fans begleiten ihr die "Königsblauen" nach Österreich "Sie werden die Hütte abreißen", mutmaßte S04-Eigengewächs Fabian Reese.

Mainz: genießen bis zum Schluss

Auch für den Europa-League-Neuling FSV Mainz geht es um die "Goldene Ananas". Die Mainzer haben die bisherigen durchwachsenen Auftritte mit einem Sieg, drei Remis und einer Niederlage so gut es geht genossen, werden aber die Gruppe als Dritter abschließen und damit die internationale Bühne wieder verlassen. Mit einem Sieg könnte der FSV mit seinen sechs Punkten zwar noch zum Gruppenzweiten AS St. Etienne (9) aufschließen, aber der französische Rekordmeister hat den direkten Vergleich für sich entschieden und ist wie Spitzenreiter RSC Anderlecht (11) bereits für die nächste Runde qualifiziert.

Doch Mainz hat Blut geleckt: "Die Europa League irgendwann nochmal spielen zu können, das wäre ein Traum von uns allen", sagte Trainer Martin Schmidt vor dem bedeutungslosen und abschließenden Gruppenspiel gegen den noch punktlosen FK Qäbälä aus Aserbaidschan (Anstoß 19:00 Uhr). "Wir möchten das schöne Abenteuer mit einem Sieg beenden", forderte Kapitän Stefan Bell, während Spielmacher Yunus Malli sagte: "Wir wollen uns gut aus der Europa League verabschieden."  

Der Mainzer Fokus liegt auf der Liga und die erneute Qualifikation für den Europapokal. "Wir sind im Soll. Angst vor einer Ergebniskrise haben wir nicht", sagte Schmidt trotz nur zwei Siegen aus den letzten zehn Pflichtspielen. Als Tabellenzehnter hat der FSV nach 13 Spielen allerdings sieben Punkte Rückstand auf einen internationalen Platz. Das Team möchte aber von den gesammelten Europacup-Erfahrungen profitieren. "Wir haben dazugelernt. Davon werden wir zu 100 Prozent in der Liga zehren", sagte Schmidt.

Wir berichten in unserem DW-Liveticker von beiden Partien. Wir starten jeweils eine Viertelstunde vor dem Anpfiff.

og/asz (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt