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Wirtschaft

Mailand macht Börse nervös

Als bekannt wurde, dass ein Kleinflugzeug am Donnerstagabend in ein Hochhaus in der Mailänder Innenstadt gestürzt ist, reagierten auch die Aktienmärkte äußerst nervös. Innerhalb kurzer Zeit verlor der DAX 80 Punkte.

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Nervosität - nicht nur in Mailand

Auslöser für den Kurseinbruch sei die Furcht vor einem erneuten Terroranschlag gewesen, sagte der Händler. Zuletzt machte der DAX wieder etwas an Boden gut, blieb aber im Minus. Der Schlußstand: 5263 Punkte, ein Verlust von 1,1 Prozent. Am Neuen Markt gab der Nemax-50-Index zwei Prozent auf 933 Zähler ab.

Am Vormittag wartete der weltgrößte Handyhersteller Nokia mit einer guten und einer schlechten Nachricht auf. Die gute war, dass der finnische Handybauer trotz einer schwachen Nachfrage im ersten Quartal 2002 einen Gewinn erwirtschaften konnte, der größer ausfiel als erwartet. Die schlechte Nachricht: Für das Gesamtjahr wird der Umsatz wohl langsamer wachsen, als Nokia bisher geplant hatte. Händlern zufolge drückte das auf die Stimmung an der Börse.

Vor allem Technologiewerte gerieten darauf unter Druck. Siemens verlor zwei Prozent, Infineon gab vier Prozent nach und Epcos rutschte sogar fünf Prozent ab.

Einen zusätzlichen Dämpfer erhielten die deutschen Aktien nach der Veröffentlichung unerwartet schlecht ausgefallener Konjunkturdaten in Amerika. Der Index der US-Frühindikatoren stieg im März weniger stark, als Experten erwartet hatten. Diese Zahlen schürten die Besorgnis, dass die US-Konjunktur sich doch nicht so gut erhole wie erwartet, sagte ein Händler.

Geschäftszahlen gab es am Donnerstag von SAP, Europas größtem Software-Hersteller. Dort brach das Konzernergebnis um 40 Prozent auf 65 Millionen Euro ein. Der Ausblick sei jedoch positiv, teilte das Unternehmen mit. Analysten waren sich in der Bewertung der Zahlen zunächst uneinig. Die SAP-Aktie stand anfangs deutlich unter Druck und verlor im frühen Handel fast vier Prozent an Wert. Dann konnte sich das Papier wieder erholen und beendete den Tag sogar mit einem Plus von einem Prozent.

Verkauft wurden dagegen die Aktien des Versicherungs- und Finanzkonzerns Allianz. Der fuhr im Katastrophenjahr 2001 das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren ein, der Gewinn halbierte sich. Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle versprach jedoch, diesen Einbruch durch weltweite Expansion wieder wett zu machen. Die Allianz-Akte schloß mit drei Prozent im Minus.

Der Rentenmarkt zeigte sich unverändert. Der Rentenmarkt-index (REX) stand wie am Vortag bei 111,31 Punkten. Der Bund Future fiel um 0,1 Prozent auf 105,30 Punkte. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite unverändert mit 5,07 Prozent fest.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 79,57 (+ 0,15)
Allianz 272,50 (- 7,85)
BASF 47,24 (- 0,24)
Bayer 40,03 (+ 0,11)
HypoVereinsbank 40,71 (- 0,37)
BMW 45,45 (- 0,15)
Commerzbank 20,00 (- 0,01)
DaimlerChrysler 52,10 (- 1,25)
Degussa 36,50 (+ 0,26)
Deutsche Bank 72,60 (- 0,43)
Deutsche Post 15,44 (+ 0,15)
Deutsche Telekom 16,91 (+ 0,01)
E.ON AG 59,35 (- 0,01)
EPCOS 50,45 (- 2,78)
Fresenius Med. Care 69,25 (+ 0,27)
Henkel 71,31 (- 0,39)
Infineon Techno 22,98 (- 0,97)
Linde 55,00 (- 0,17)
Lufthansa 17,20 (- 0,20)
MAN 27,25 (- 0,05)
Metro 37,60 (- 0,40)
MLP 74,60 (+ 0,22)
Münchener Rück 286,98 (- 5,92)
Preussag 33,50 (- 0,38)
RWE 42,45 (- 0,38)
SAP 155,85 (+ 1,25)
Schering 65,51 (- 1,36)
Siemens 69,00 (- 1,46)
ThyssenKrupp 17,41 (- 0,09)
VW 58,10 (- 0,55)


Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro kostet:
0,8895 US-Dollar
116,09 jap. Yen
0,6154 brit. Pfund

  • Datum 18.04.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/26LV
  • Datum 18.04.2002
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