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Kultur

Magna Carta versteigert

Ein über 700 Jahre altes, seltenes Exemplar der Magna Charta ist in New York für 21,3 Millionen Dollar (14,8 Millionen Euro) versteigert worden. Ein amerikanischer Geschäftsmann holte sich am Dienstagabend (Ortszeit) beim Auktionshaus Sotheby's den Zuschlag für das wertvolle Manuskript, das als eines der wichtigsten historischen Dokumente überhaupt gilt. Sotheby's hatte einen Verkaufspreis von bis zu 30 Millionen Dollar für die verfassungsrechtliche Handschrift von 1297 erwartet.

Das handgeschriebene Dokument von 1297 ist nach Angaben des Auktionshauses eines von nur 17 erhaltenen Exemplaren der Magna Charta und wohl das einzige, das je verkauft werden konnte. Die anderen sind in öffentlichem Besitz. Verkäufer war die amerikanische Perot-Stiftung, eine Gründung des Milliardärs und früheren US- Präsidentschaftskandidaten Ross Perot. Die Stiftung hatte das Verfassungspapier 1984 in Großbritannien erstanden. Den Erlös aus der Versteigerung will sie für wohltätige Zwecke verwenden.

Die Magna Charta ist eine erstmals 1215 abgeschlossene Vereinbarung zwischen dem englischen König und dem rebellierenden Adel, die später mehrfach erneuert wurde. Sie gilt in Großbritannien bis heute als wichtigste Grundlage des Verfassungsrechts. Auch in anderen Demokratien hat sie die Formulierung der Menschen- und Freiheitsrechte entscheidend geprägt.

Die Vereinbarung, die in New York versteigert wurde, war von König Edward I. (1239-1307) abgeschlossen und unterzeichnet worden. Angesichts des Alters und der Brüchigkeit des Papiers grenze es fast an ein Wunder, dass das Dokument überlebt habe, erklärte das Auktionshaus. Auch Rubensteins Kauf war ein kleines Wunder: Er kam eigenen Angaben zu spät zur Auktion und hätte die Versteigerung beinahe verpasst.