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Fußball

Magath und die Wölfe - jetzt sind sie Spitze

Das Meisterschafts-Rennen verspricht spannend zu bleiben bis zuletzt. Die 26. Runde jedenfalls brachte gleich mehrere Paukenschläge: Während der bisherige Tabellenführer aus Berlin patzt, stürmt Wolfsburg an die Spitze.

Grafite (mi.) erzielt das fünfte Wolfsburger Tor und narrt die gesamte Bayern-Abwehr (Foto: AP)

Grafite (mi.) erzielt das fünfte Wolfsburger Tor und narrt die gesamte Bayern-Abwehr

Die Fußball-Bundesliga hat einen neuen Tabellenführer. Erstmals in der laufenden Saison hat es der VfL Wolfsburg geschafft, die Spitzenposition zu erklimmen - und das mit einer wahren Meisterleistung. In der Toppartie des 26. Spieltags deklassierten die Niedersachsen den FC Bayern München mit 5:1, feierten damit bereits den achten Sieg in Folge und verdrängten Hertha BSC vom Platz an der Sonne. Ein großer Schritt für die Wolfsburger auf dem Weg zu ihrem ersten Titelgewinn, doch Trainer Felix Magath bewertete das Geschehen gewohnt nüchtern: „Natürlich ist das heute ein ungewöhnlicher Tag für uns. 5:1 ist ein Ergebnis was halt nur ganz, ganz selten vorkommt.“ Man könne sich sicher freuen und stolz sein auf die Leistung der Mannschaft, ergänzte Magath.

Da ist selbst Bayern-Coach Jürgen Klinsmann ratlos (Foto: AP)

Ratlos: Bayern-Coach Klinsmann

Trainer Jürgen Klinsmann schien nach der herben Schlappe seiner Bayern zwar gefasst, doch wie es in ihm aussah, lässt sich unschwer erahnen: „Was sich da in der zweiten Halbzeit abgespielt hat, berechtigt mit Sicherheit zu viel Kritik. Zu viele individuelle Fehler, das schmerzt natürlich, vor allem im Hinblick auf das Viertelfinal-Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona.“ Das müsse man jetzt schlucken, grantelte Klinsmann.

Der Berliner Patzer

Der Dortmunder Valdez freut sich über sein Tor zum 1:3-Endstand (Foto: AP)

Der Dortmunder Valdez freut sich über sein Tor zum 1:3-Endstand

Unterdessen leistete sich der bisherige Tabellenführer aus Berlin einen bösen Patzer. Die Hertha musste sich nach zuletzt zehn Heimsiegen Borussia Dortmund mit 1:3 geschlagen geben und fiel sogar auf den dritten Rang zurück. Entsprechend sparte der Trainer der Hauptstädter, Lucien Favre, anschließend auch nicht mit Kritik: „Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt und manchmal vergessen, mit hundertprozentiger Konzentration zu verteidigen.“ Das könne so nicht weiter gehen. Man müsse wieder arbeiten und das Glück provozieren, meinte Favre.

Der Hamburger Sprung

Pitroipa (li.) erzielt das entscheidende Tor für den HSV (Foto: AP)

Pitroipa (li.) erzielt das entscheidende Tor für den HSV

Neuer Zweiter punktgleich mit den Wolfsburgern ist der Hamburger SV, der Aufsteiger 1899 Hoffenheim mit 1:0 bezwang. Zwar kam der Sieg unter dem Strich ein wenig glücklich zustande, doch das interessiert in der Endabrechnung keinen mehr. Das weiß natürlich auch HSV-Coach Martin Jol: „In der ersten Halbzeit haben wir das gut gemacht, in der zweiten hatten wir vorne mit Ivica Olic zuwenig Anspielpunkte.“ Aber man habe in den letzten 15 Minuten gekämpft wie die Löwen, auch mit zehn Mann, deshalb sei er sehr zufrieden, dass man trotzdem die drei Punkte eingefahren habe, urteilte Jol. Der Kapitän der Hansestädter David Jarolim hatte in der 85. Spielminute wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte gesehen und musste vom Platz. Während der Hamburger SV also von den Punktverlusten der Mannschaften ganz oben profitiert, entfernt sich der Herbstmeister aus dem Kraichgau nach dem achten sieglosen Spiel in Folge als nunmehr Sechster immer weiter von der Tabellenspitze.

Die Stuttgarter Aufholjagd

Tasci (re.) erzielt den Siegtreffer für Stuttgart (Foto: AP)

Der Stuttgarter Tasci (re.) sorgt für den entscheidenden Treffer

Vor Hoffenheim und hinter dem Vierten FC Bayern, rangiert der VfB Stuttgart im Moment auf Platz fünf. Die Schwaben bezwangen den VfL Bochum im Ruhrstadion mit 2:1 und setzten damit ihre Aufholjagd in Richtung internationale Startplätze fort.

Der Frankfurter Eintracht gelang im Duell gegen den FC Energie Cottbus der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die Hessen gewannen gegen die Lausitzer mit 2:1 und beendeten damit ihre Serie von zuletzt vier Spielen ohne Sieg. Dagegen wird für die Cottbusser die Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher, der FC Energie rangiert weiterhin auf dem vorletzten Platz.

Bereits am Freitag kassierte der Tabellen-15. Arminia Bielefeld eine 0:2-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04. Abgeschlossen wird der Spieltag dann am Sonntag mit drei Begegnungen. Dabei erwartet Schlusslicht Karlsruher SC den Ranglisten-16. Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen spielt gegen Hannover 96 und der 1. FC Köln empfängt Bayer 04 Leverkusen.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Joachim Falkenhagen

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