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Aktuell Amerika

Maduro verhängt Bann über Bush und Cheney

Die Betroffenen dürften damit leben können, doch für Präsident Maduro zählt zweifellos die Geste: Venezuela hat ein Einreiseverbot gegen prominente US-Politiker verhängt. Ein zweiter Beschluss reicht jedoch weiter.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Einführung einer Visapflicht für alle US-Bürger angekündigt. Die Anordnung diene "dem Schutz unseres Landes", sagte der Linkspolitiker vor Anhängern in der Hauptstadt Caracas (Artikelbild). Zudem wies er das Außenministerium an, die Belegschaft der US-Botschaft in Caracas von 100 auf 17 Mitarbeiter zu reduzieren, um mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in Washington gleichzuziehen.

Die Entscheidung sei gefallen, nachdem ein US-Pilot im westlichen Staat Tachira wegen des Verdachts "verdeckter" Spionageaktivitäten festgenommen worden sei, sagte Maduro. Einzelheiten dazu nannte er nicht.

Gegenseitige Einreiseverbote

Maduro gab zudem bekannt, dass mehrere politische Persönlichkeiten aus den USA nicht länger ins Land reisen dürften, darunter Expräsident George W. Bush und sein damaliger Vizepräsident Dick Cheney. Auch der ehemalige CIA-Chef George Tenet und mehrere Kongressmitglieder stehen auf der Liste. Bei ihnen handele es sich um "Terroristen", weil sie durch Bombardierungen in Ländern wie Syrien, Irak und Afghanistan "Menschenrechte verletzt haben", sagte Maduro.

Damit antwortet Caracas auf ein Anfang Februar verhängtes Einreiseverbot der USA für venezolanische Regierungsmitglieder. Es handele sich um Verantwortliche für Korruptionsfälle und Menschenrechtsverletzungen, teilte das State Departement mit. Die Namen der Betroffenen wurden nicht veröffentlicht.

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit anderthalb Jahrzehnten angespannt. Washington hatte erst im Dezember Sanktionen gegen den südamerikanischen Staat verhängt.

rb/pab (afp, dpa, rtr)