Maduro ruft seine Bürger zu den Waffen | Aktuell Amerika | DW | 21.02.2018
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Südamerika

Maduro ruft seine Bürger zu den Waffen

Wegen angeblicher Angriffspläne Kolumbiens hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro eine große Militärübung angeordnet. Mehr als eine Million Männer und Frauen, darunter auch zahlreiche Zivilisten, sollen teilnehmen.

Mitglieder des Militärs üben in Venezuela auf der Straße liegend. (Foto: Getty Images)

Im August 2017 gab es schon eine groß angelegte Militärübung in Venezuela.

In acht strategisch wichtigen Regionen sollen die Teilnehmer der Militärübung am Wochenende am Boden sowie in der Luft und auf Wasser trainiert werden. Das teilte Verteidigungsminister Vladimir Padrino mit. Maduro sagte mit Blick auf die angeblichen Angriffspläne aus Bogotá, das Manöver diene dazu, zu zeigen, dass "Venezuela respektiert wird".

Kolumbien, ein Alliierter der USA, wies die Anschuldigungen zurück, einen Angriff zu planen. Derzeit fliehen viele Venezolaner vor der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise in ihrem Land über die Grenze ins Nachbarland. Dies hat die Regierung in Bogotá alarmiert - immerhin bedroht die humanitäre Krise in Venezuela auch die Entwicklung in Kolumbien. Eine verschärfte Situation in Venezuela erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass extreme Rechte und Gegner des Friedensprozesses in Kolumbien an Boden gewinnen, wie Experten befürchten. Seit kurzem gelten nun an einem Grenzübergang verschärfte Einreisebestimmungen.

Zahlreiche Bürger zur Übung aufgerufen

An der Großübung sollen unter anderem 150.000 Soldaten und Reservisten, 328.000 Mitglieder der zivilen Milizen sowie eine halbe Million Mitglieder staatlicher Organisationen teilnehmen. Erst im vergangenen August hatte Präsident Maduro die Bevölkerung zu Militärübungen aufgerufen. Damals wollte er die Bürger auf eine mögliche "imperialistische" Invasion der USA vorbereiten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, er schließe einen Militäreinsatz nicht aus. Die USA sowie Kanada und Mexiko hatten die regierenden Sozialisten um Maduro zu einer Rückkehr zur Demokratie aufgerufen. Die Opposition in dem Land ist weitgehend ausgeschaltet.

jwa/rb (dpa, dw)

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