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Afrika

Madli Lääne aus Estland und Ayodele Okulaja aus Nigeria

Die beiden Nachwuchsjournalisten sind ein Team. Drei Wochen lang recherchierten sie in Lagos und sind nun stolz auf ihren gemeinsamen Film. Madli und Ayodele sind Teilnehmer unseres Projektes East4 South.

Teilnehmer des East4South Projektes 2012 der DW Akademie. Ziel des Projektes ist es, dass osteuropäische und afrikanische Journalisten in einem Zweierteam gemeinsam in einem afrikanischen Land recherchieren. Im September 2012 kamen die Teilnehmer für ein Abschlusstreffen zur DW in Bonn (Foto: DW Akademie/Donata Ritter)

East4South Projekt 2012 DW Akademie Teilnehmer

 
Mit welchen Vorurteilen haben afrikanische Länder zu kämpfen?
Ayodele Okulaja: Einige Menschen denken immer noch, dass Afrika nur aus Busch und Wald besteht. Aber natürlich haben wir auch wohlhabende Regionen. Ich empfehle immer, sich beide Seiten anzusehen: die wilden, rauen Teile des Kontinents und im Gegensatz dazu die reichen und erfolgreichen Gegenden Afrikas.
Madli Lääne: Bevor ich das erste Mal nach Afrika gereist bin, hatte ich sehr viele Vorurteile. Die Reise nach Nigeria war nun bereits mein zweiter Aufenthalt und von daher war ich dieses Mal tatsächlich offen und vorurteilsfrei.  

Ayodele, was haben Sie vor Ort in Nigeria unternommen, um Ihrer estnischen Kollegin das wahre Nigeria zu zeigen?
Ayodele Okulaja: Ich hatte viele Ausflüge geplant und habe versucht, Madli unsere große kulturelle Vielfalt zu zeigen - historische Orte, Museen, Kultur. An einigen dieser Orte bin ich selbst noch nie gewesen, so dass sogar ich am Ende überrascht war, wie kulturell vielfältig meine Heimat ist.

Video ansehen 14:04

"Building champions out of forlorns", Dokumentarfilm von Madli Lääne und Ayodele Okulaja


Worum geht es in dem Projekt, an dem Sie beide gearbeitet haben?
Ayodele Okulaja: Wir haben unseren gemeinsamen Film Kindern mit Down-Syndrom gewidmet. Aufgrund des kulturellen und religiösen Hintergrundes stellt dieses Schicksal in Nigeria eine ganz besondere Herausforderung dar. In vielen Fällen wissen die Eltern gar nicht, was mit ihren Kindern los ist. Wir wollten mit unserem Film zeigen, wie solche Kinder in einer Großstadt wie Lagos mit 20 Millionen Menschen überleben und haben hierzu mit der "Down Syndrome Foundation of Nigeria" zusammengearbeitet. Das ist eine Bildungseinrichtung, in der die Kinder Sport treiben, Musik machen und leichte akademische Inhalte lernen können - also alles, was sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen.

Was lernen Sie persönlich aus dem Projekt East4South?
Madli Lääne: Der Hauptgrund, warum ich mich für das Projekt beworben habe, ist die Zusammenarbeit mit afrikanischen Journalisten. Dadurch habe ich sehr spezielle Einblicke in das Land und auch in die Themen bekommen, die für die Menschen dort wichtig sind. Diese Art von Erfahrungen hätte ich in einem "normalen", internationalen Team niemals sammeln können.
Ayodele Okulaja: Ich bin sehr glücklich, dass ich an diesem Projekt teilnehmen durfte. Ich bin Afrikaner - wir alle möchten internationale Erfahrungen sammeln. Die Arbeit mit Madli hat mir die Möglichkeit gegeben, internationale Zusammenarbeit auf einer ganz persönlichen Ebene zu erfahren. Wir haben einen Film verwirklichen können, auf den wir wirklich sehr stolz sind. Die Erfahrung, die ich dadurch gewinnen konnte, bringt mich außerdem meinem Ziel näher, Multimedia-Journalist zu werden und mich nicht nur auf Print und Online zu beschränken.

Teilnehmer des East4South Projektes 2012 der DW Akademie. Ziel des Projektes ist es, dass osteuropäische und afrikanische Journalisten in einem Zweierteam gemeinsam in einem afrikanischen Land recherchieren. Im September 2012 kamen die Teilnehmer für ein Abschlusstreffen zur DW in Bonn (DW Akademie).

Teilnehmer des Projektes East4South

Seit 2010 haben insgesamt 60 Journalisten aus Afrika und Osteuropa an dem Projekt East4South teilgenommen. Ziel des von der EU finanzierten Netzwerkes ist es, den Meinungsaustausch von Medienmachern aus Afrika und Europa zu fördern und Vorurteile in der Berichterstattung abzubauen. In der letzten Runde von East4South waren vier osteuropäische Journalisten für drei Wochen bei ihren afrikanischen Teampartnern, um gemeinsam einen Film zu produzieren.
 

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