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Vor Parlamentswahlen in Frankreich

Macron-Lager erteilt Ex-Premierminister Valls Abfuhr

Bei den französischen Parlamentswahlen wird Manuel Valls wohl nicht für die Partei Emmanuel Macrons antreten dürfen. "La Republique en Marche" lehnte die Kandidatur des ehemaligen Premierministers vorerst ab.

Der Sozialist Valls erfülle derzeit nicht alle Kriterien, um bei der Wahl zur Nationalversammlung für "La Republique en Marche" anzutreten, hieß es seitens der Partei des künftigen Präsidenten, die aus der Bewegung "En Marche" hervorgegangen ist. Der für die Kandidaturen von "La Republique en Marche" zuständige Jean-Paul Delevoye sagte dem Sender Europe 1, die Bewerbung von Valls könne derzeit nicht bewertet werden.

Valls, der dem konservativen Flügel der geschwächten Sozialistischen Partei angehört, hatte am Dienstag erklärt, bei den Parlamentswahlen für die Partei Macrons antreten zu wollen. Er finde sich in den meisten Vorschlägen des künftigen Präsidenten wieder, sagte der 54-Jährige - und rief dazu auf, im Parlament eine breite Mehrheit um Macron zu bilden. Ursprünglich wollte Valls für die regierenden Sozialisten als Präsidentschaftskandidat gegen den 39-jährigen Pro-Europäer antreten, scheiterte aber in der Vorwahl an dem Parteilinken Benoît Hamon.

Wahlverlierer Hamon will neue Bewegung gründen

Dieser kündigte seinerseits für den 1. Juli die Gründung einer "breiten überparteilichen Bewegung " an. Zwar wolle er die Sozialistische Partei nicht verlassen, das Ziel sei aber eine Neuaufstellung der französischen Linken, sagte Hamon dem Sender France Inter.

Der am Sonntag mit 66,1 Prozent der Stimmen gewählte Macron ist auf eine Mehrheit bei den Parlamentswahlen angewiesen, um innenpolitische Reformen umsetzen zu können. "La Repulique en Marche" will bis Donnerstag bekanntgeben, welche 577 Kandidaten sie für die Wahl zur Nationalversammlung am 11. und 18. Juni ins Rennen schickt.

hk/sti (dpa, afp)

 

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