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Frankreich

Macron übernimmt die Macht

In prunkvoller Kulisse und mit Kanonendonner startet Frankreichs neuer Staatspräsident Emmanuel Macron in seine Amtszeit. Bei der Regierungsbildung drückt er aufs Tempo.

Emmanuel Macron und Francois Hollande (Getty Images/AFP/P. Kovarik)

Neuer Präsident, alter Präsident: Emmanuel Macron (l.) und François Hollande

Eine Woche nach seinem Wahlsieg hat Emmanuel Macron die Macht im Élyséepalast übernommen. Mit der traditionellen Zeremonie zur Amtseinführung, zu der in Frankreich auch 21 Kanonenschüsse gehören, löste der 39-Jährige ganz offiziell seinen Vorgänger François Hollande (62) ab.

In seiner Antrittsrede wandte sich Macron mit einer Botschaft von Optimismus und Zuversicht an die Franzosen. Er wolle ihnen "Selbstvertrauen" und die "Lust auf die Zukunft" wiedergeben, sagte der neue Staatschef. "Die Spaltung und die Brüche in unserer Gesellschaft müssen überwunden werden."

Amtseinführung Emmanuel Macron (Getty Images/AFP/C. Triballeau)

Höhepunkt der Feierlichkeiten: Macrons Fahrt über den Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées zum Triumphbogen

Jung, pro-europäisch

Macron ist der jüngste französische Präsident aller Zeiten. Erstmals seit Jahrzehnten kommt der Staatschef zudem nicht aus den Reihen der Sozialisten oder der Konservativen.

Der linksliberale Ex-Wirtschaftsminister hatte sich bei der Stichwahl am vergangenen Sonntag klar gegen Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National durchgesetzt. Im Wahlkampf hatte Macron - im Gegensatz zu Le Pen - eine klar pro-europäische Linie vertreten. Auch strebt der neue Staatschef eine weiterhin enge Partnerschaft mit Deutschland an. Schon am Montag wird er zum Antrittsbesuch bei Kanzlerin Angela Merkel in Berlin erwartet.

Emmanuel Macron mit Gattin (Reuters/C. Hartmann)

Neuer Hausherr im Élyséepalast: Emmanuel Macron - hier mit Gattin Brigitte

Wer wird neuer Premier?

Laut Insidern dürfte Macron - ebenfalls am Montag - einen neuen Premierminister ernennen. Die Personalie ist eine Richtungsentscheidung auch mit Blick auf die französischen Parlamentswahlen im Juni. Als möglicher Kandidat für den Posten gilt der Generalsekretär seiner neuen Partei "Vorwärts Republik", Richard Ferrand. Die Partei ging erst kürzlich aus Macrons Wahlbewegung "En Marche" hervor. Schon am Dienstag solle dann die neue Regierung stehen, verlautete aus Macrons Umfeld.

wa/nin (dpa, afp)

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