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Wirtschaft

Machtkampf zwischen VW und Porsche vorerst beendet

Nach dem erzwungenen Rücktritt des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking haben sich die Aufsichtsräte von VW und Porsche für einen integrierten Konzern ausgesprochen. Porsche solle im VW-Konzern aber eigenständig bleiben, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn in Stuttgart. Die genauen Modalitäten des Zusammengehens der beiden Unternehmen sollen demnach bis zum 13. August erarbeitet werden. Nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff wird das Emirat Katar zum drittgrößten Aktionär von Volkswagen werden. "Wir gehen davon aus, dass Katar 17 Prozent der Aktien von Volkswagen übernehmen wird", sagte der CDU-Politiker. Der integrierte Konzern aus Porsche und VW solle laut Wulff bis Mitte 2011 entstehen. Die Arbeitsplätze bei Porsche sind nach Angaben von Wendelin Wiedeking nicht in Gefahr. "Ihr habt sichere Arbeitsplätze", sagte Wiedeking bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag in Stuttgart. Zu seinem Rücktritt sagte er: "Es tut mir in der Seele weh." Der neue Porsche-Chef Michael Macht hat seine Ernennung als Nachfolger von Wendelin Wiedeking als ein Zeichen für die Kontinuität des Unternehmens Porsche bezeichnet. Auch der Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche versicherte den Porsche-Mitarbeitern, keine Einschnitte befürchten zu müssen. Das Ausscheiden von Wendelin Wiedeking wird mit 50 Millionen Euro Abfindung versüßt. Die Hälfte davon will Wiedeking nach eigenen Angaben in eine Stiftung einbringen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich über das Ende des Machtkampfs zwischen VW und Porsche erleichtert.