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Wirtschaft

Machtkampf um EADS-Führung beendet

Die Führungskrise beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist nach monatelangem zähem Machtkampf zwischen der deutschen und der französischen Seite beigelegt. Der Verwaltungsrat des größten europäischen Flugzeugbauers berief am Samstag (25.6.) den Deutschen Thomas Enders (46) und den Franzosen Noel Forgeard (58) für fünf Jahre zu neuen Co-Chefs. Nachfolger Forgeards an der Spitze der EADS-Tochter Airbus wird mit Gustav Humbert (55) erstmals ein Deutscher. Und auch die Rüstungssparte wird von einem Deutschen geleitet: Stefan Zoller (47), der für Enders kommt.

Auslöser des eskalierenden Gerangels auf hoher Ebene waren Versuche Forgeards gewesen, alleine die Führung des Konzerns zu übernehmen oder als EADS-Chef seine Position bei Airbus zu behalten, was vom Großaktionär DaimlerChrysler abgeblockt wurde.

Als sich Deutsche und Franzosen grundsätzlich einig waren, dass Forgeard und Enders das Schmuckstück europäischer Industrie im Duo leiten sollten, steckte der Teufel lange Zeit noch im Detail. Und an der Seine ging die Angst um, die deutsche Seite könnte auf absehbare Zeit den Ton in dem größten europäische Flugtechnikkonzern angeben.