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Politik

Machtübergabe im Irak vorgezogen

Im Irak haben am Montag die USA und die Übergangsregierung überraschend ihre Machtübergabe vollzogen. Die Übergabe wurde wegen der angespannten Sicherheitslage im Irak vorgezogen.

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Paul Bremer (re.) und Ijad Allawi (Mi.) bei der Machtübergabe

Der scheidende US-Zivilverwalter Paul Bremer überreichte Ijad Allawi, dem Premierminister der irakischen Übergangsregierung, ein Dokument, das die neuen Machtverhältnisse besiegelt. Ursprünglich war die Übergabe der Macht im Irak für den 30. Juni geplant gewesen. Die Übergabe fand in der schwer bewachten "Grünen Zone" statt.

"Ein historischer Tag"

Mit der Zeremonie erhielt das seit April 2003 von den USA besetzte Land seine Souveränität zurück. "Dies ist ein historischer Tag", sagte Allawi während der Zeremonie. "Wir glauben, dass wir die Sicherheitslage unter Kontrolle halten können." Die 150.000 Soldaten einer US-geführten multinationalen Streitmacht bleiben allerdings weiter für die Sicherheit zuständig. Bremer sagte während der Zeremonie, er verlasse den Irak mit Zuversicht für die Zukunft des Landes. Nach einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN will Bremer das Land noch am Montag verlassen.

Die vorzeitige Übergabe der Souveränität war zuerst am Morgen vom irakischen Außenminister Hoschiar Sibari am Rande des NATO-Gipfeltreffens in Istanbul angekündigt worden. Sibari erklärte, dass damit Terrorangriffen vorgebeugt werden sollte.

Premier Allawi sagte, er habe um eine vorzeitige Übergabe der Souveränität gebeten, weil er es vorziehe, dass die Iraker ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Am vergangenen Donnerstag fielen bereits die letzten elf der 26 Ministerien an die irakische Übergangsregierung. So waren die Iraker praktisch schon vor der offiziellen Machtübergabe für die täglichen ministeriellen Aufgaben zuständig. (ch)

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