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Wissen & Umwelt

Macho-Gehabe unter Tintenfischmännchen

Das Balzverhalten von männlichen Riesensepien um eine Frau ist ein farbenfrohes Spiel. Um den Gegner einzuschüchtern, hat sich die Natur für die Kopffüßer etwas Besonders einfallen lassen.

Die Männchen gehen bei der Balz ziemlich aggressiv zur Sache und buhlen mit vollem Einsatz um ein Weibchen. Dabei versuchen sie Konkurrenten mit einem bunten Farbenspiel abzuschrecken. Das beschreibt die Forscherin Alexandra Schell von der australischen Macquarie-Universität in der Zeitschrift "Behavioral Ecology and Sociobiology".

Die Riesensepien zeigen ihre ganze Facette an Agressionspotenzial: anstarren, Mantel aufbauschen und ihre Mäntel in voller Farbpracht schillern lassen. "Bei Wirbeltieren sind solche Signale verbreitetet", schreibt Schell. "Solche Signale haben sich entwickelt, damit Rivalen verschiedene Grade an Aggressivität demonstrieren können." Offensichtlich sind aber nicht nur Wirbeltiere dazu in der Lage.

Das Erstaunliche: Die Weibchen müssen nicht einmal selbst vor Ort sein, um den Jagdinstinkt der Männchen auszulösen. Ein Signalstoff in ihren Eiern reicht aus, um Kämpfe unter den Männchen auszulösen.

Zwei kämpfende männliche Riesensepien Foto: picture alliance/Springer Nature/Roger T Hanlon

So sieht es aus, wenn zwei Riesensepien kämpfen

Sepien gehören zu den Tintenfischen und sind häufig bräunlich gefärbt, können aber je nach Anlass in den buntesten Farben schillern. Sie verstecken sich vor Angreifern durch Eingraben im Sand. Einige Arten können bis zu 60 Zentimeter groß werden und bis zu fünf Kilo auf die Waage bringen. Riesensepien (Sepia apama) sind die weltweit größten Sepien und werden bis zu 10 Kilo schwer.

Die Tinte der Tiere und der darin enthaltene Farbstoff ist auch unter dem Begriff Sepia bekannt. Sie wird zum Beispiel zum Einfärben von Nudeln verwendet.