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Kultur

Maaz wird neuer Pinakotheken-Chef

Bernhard Maaz steht eine spannende Aufgabe bevor: Der Dresdner Kunsthistoriker übernimmt am 1. Februar 2015 die Leitung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Nach langen Vertragsverhandlungen ist es dem Freistaat nun gelungen, den Kunsthistoriker Bernhard Maaz aus Dresden nach München zu locken. Maaz sei einer der profiliertesten Persönlichkeiten in der europäischen Museumswelt und verfüge über umfassende Erfahrungen in der Konzeption von Ausstellungen und der Leitung von Museen, erklärte Ludwig Spaenle (CSU), Bayerns Staatsminister für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst. Bernhard Maaz ist seit 2010 Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister und des Kupferstich-Kabinetts in Dresden. Wer dort seine Nachfolge übernimmt, steht noch nicht fest.

Karierrestart in Berlin

Bernhard Maaz wurde 1961 in Jena geboren. Von 1981 bis 1986 hat er Kunstwissenschaften und Archäologie in Leipzig studiert und 1991 sein Studium mit einer Arbeit über den klassizistischen Berliner Bildhauer Friedrich Tieck abgeschlossen. Als Spezialist für die Bildkünste des Klassizismus und der Romantik stieg Maaz in der Alten Nationalgalerie in Berlin bald vom wissenschaftlichen Mitarbeiter zum Kustos und 2003 zum Leiter auf. In dieser Zeit hat er die Generalsanierung des Stülerschen Altbaus geleitet und an der viel gerühmten Neuordnung der Bestände mitgewirkt.

Maaz genießt einen hohen Ruf als Kenner der Bildhauerarbeiten des 19. Jahrhunderts, was ihn als idealen Anreger für Münchens Museen erscheinen lässt: In der neuen Pinakothek, die für Werke aus dem 19. Jahrhundert zuständig ist, werden derzeit nur wenige plastische Bildwerke aus dieser Epoche gezeigt, die entsprechenden Abteilungen im Bayerischen Nationalmuseum sind seit Jahrzehnten geschlossen.

30.000 Objekte und Kunstwerke

Wenn Maaz sein Amt am 1. Februar 2015 antritt, ist er zuständig für die Alte und die Neue Pinakothek, für die Pinakothek der Moderne, die Sammlung Schack und das Museum Brandhorst in München sowie für 13 Zweigmuseen in Bayern. Insgesamt beinhalten die Sammlungen über 30.000 Objekte.

hjh / as (dpa/pinakothek.de)

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