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Europa

Mütter zwischen Kind und Karriere in Europa

Zwei Jobs unter einem Hut kriegen, das müssen heute viele Frauen: Auf der einen Seite der Beruf, auf der anderen Seite Kinder, Familie und Haushalt. In Europa treffen die Frauen unterschiedliche Entscheidungen.

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Ein seltenes Bild: Väter, die die Kindererziehung übernehmen.

Zwischen Kind und Karriere ist es für die meisten Frauen nicht einfach, den Alltag zu meistern. In Europa geben die Frauen mal den Kindern, mal der Karriere den Vorzug. Aufschlussreich ist ein Blick in die Statistik der Geburtenraten. Drei Gruppen lassen sich dort klar ausmachen. Angeführt wird das Feld von Ländern, die seit langem eine erfolgreiche Familienpolitik betreiben.

Neugeborenes mit Galeriebild

Neugeborenes Kind.

Frankreich oder die skandinavischen Länder können so mit einer hohen Geburtenrate glänzen, die im Schnitt zwischen 1,5 und knapp zwei Kindern pro Frau glänzen. Dem breiten Mittelfeld folgen die Schlusslichter, die eine Geburtenrate von durchschnittlich 1,3 Kindern haben. Zu dieser Gruppe gehören Deutschland, Italien und Spanien, aber auch die neuen EU-Mitgliedsländer.

Familienpolitik entscheidend

In Frankreich können Mütter schon in den ersten Wochen nach der Geburt den Einstieg in die Berufswelt wieder schaffen. Unterstützung gibt es vom Staat, der etwa bei der Finanzierung einer Tagesmutter hilft. Geld vom Staat bekommen auch Unternehmen, die betriebseigene Kinderkrippen haben. So eine Betreuung ist aber nur bis zum dritten Lebensjahr notwendig, denn dann geht das Kinder den ganzen Tag über in die "école maternelle".

Schwedische Eltern bekommen viele Kinder dank erfolgreicher Familienpolitik. Im Mutterschaftsurlaub zahlt der Staat über 16 Monate ein Elterngeld, das 80 Prozent des letzten Gehaltes entspricht. Und die meisten Mütter in Schweden sind erwerbstätig - nicht nur aus Überzeugung sondern auch weil die Lebenshaltungskosten so hoch sind, dass eine Familie auf das Einkommen beider Eltern angewiesen ist.

In Deutschland bleiben immer mehr kinderlos

Eltern

Familie mit Kinderwagen und zwei Kindern

In Deutschland dagegen sagen vor allem immer mehr Akademikerinnen nein zum Kind - von mehreren Kindern ganz zu schweigen. Nehmen deutsche Mütter eine Auszeit für das Kind, so wird weniger Gehalt gezahlt, und das auch noch deutlich kürzer. Nicole Helmes aus Deutschland ist gerade Mutter geworden und fände die Idee einer längeren Gehaltsfortzahlung im Mutterschutz gut.

Heute bekommen Mütter in Deutschland nur acht Wochen nach der Geburt eine Gehaltsfortzahlung, danach nur einen Bruchteil als Erziehungsgeld. "Du bist gezwungen, arbeiten zu gehen. So ein Elterngeld würde ja zumindest im ersten Jahr gewährleisten, dass du bei deinem Kind bleiben kannst, was ich auch persönlich sehr wichtig finde", erklärt Nicole Helmes.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, mit welchen Schwierigkeiten Mütter in Osteuropa zu kämpfen haben, wenn sie wieder in den Beruf wollen.

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