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Kultur

Münchner Lenbachhaus strahlt in neuem Licht

Der Umbau trägt die Handschrift des britischen Stararchitekten Foster: Nach vier Jahren wurde die Städtische Galerie im Münchner Lenbachhaus wieder eröffnet.

Die Isar-Metropole München hat ihr Lenbachhaus wieder, etwas später als geplant. Das Kunstmuseum nahm nach vierjähriger Renovierungszeit und Investitionen von 56 Millionen Euro wieder den Betrieb auf. "Jetzt ist es ein richtiges Museum", sagte Oberbürgermeister Christian Ude beim Festakt. Voll des Lobes sprach er von einem "ganz großen Wurf", endlich auch geeignet für große Gästemassen.

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Im neuen Glanz - Das Lenbachhaus in München

Die malerische Villa Franz von Lenbachs war eigentlich als Wohnhaus und nicht als Museum gedacht. Als es zum Kunstmuseum umfunktioniert wurde, rechnete man mit rund 10.000 Besuchern im Jahr. 2008, im Jahr vor der Sanierung, waren es dann 450.000. Ude sprach von einem "Magneten für Kunstfreunde in aller Welt". Die Wiedereröffnung sei nur vergleichbar mit der Schenkung der legendären "Blauen Reiter"-Sammlung von Gabriele Münter - mit den Bildern von Paul Klee, Wassily Kandinsky oder Franz Marc. Das Lenbachhaus ist eines der bekanntesten und wichtigsten Museen der bayrischen Landeshauptstadt.

"Blauer Reiter" neu ausgeleuchtet

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka freute sich insbesondere über das "revolutionäre Lichtsystem", das die berühmte Sammlung des "Blauen Reiters", den Joseph-Beuys-Schwerpunkt und die zahlreichen anderen Werke dank neuer LED-Technik ins rechte Licht rückt.

Der Londoner Architekt Norman Foster, nach dessen Plänen das Museum umgebaut und mit einem goldenen Kubus versehen wurde, kommentierte: "Dieses Lichtsystem ist wegweisend für Museen auf der ganzen Welt. Es sorgt für nahezu natürliches Licht". Sein Ziel sei es gewesen, die Qualitäten der historischen Villa zu bewahren - und gleichzeitig einfach für mehr Platz zu sorgen. Dafür wurde auch ein Anbau aus den 1970er Jahren abgerissen.

SC/uh (dpa )

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