Münchner Ermittler sehen Terrorverdacht nicht erhärtet | Aktuell Deutschland | DW | 08.04.2016
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Aktuell Deutschland

Münchner Ermittler sehen Terrorverdacht nicht erhärtet

Nach der Festnahme zweier Männer im Großraum München haben die Ermittler den Terrorverdacht nicht belegen können. Den Männern war vorgeworfen worden, mit der Dschihadistenmiliz IS in Verbindung zu stehen.

Bei Durchsuchungen und Vernehmungen fand das Landeskriminalamt nichts Neues (Foto: dpa)

Bei Durchsuchungen und Vernehmungen fand das Landeskriminalamt nichts Neues

Der Terrorverdacht gegen zwei im Großraum München festgenommene Männer hat sich nicht bestätigt. Der 29 Jahre alte Nigerianer und ein 46-Jähriger aus dem Irak seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte das Bayerische Landeskriminalamt mit.

"Keine konkrete Gefährdung"

Am Donnerstag waren die beiden Männer wegen möglicher Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat durch Spezialkräfte festgenommen worden. Einer von ihnen wurde in der Nähe des Hauptbahnhofes in einem Sportwettbüro aufgegriffen, der andere im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck in einem S-Bahnhof. "Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung lag nach jetzigem Kenntnisstand nicht vor", hieß es bereits in der ersten Mitteilung vom Abend. Auch seien zunächst keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden.

Vor gut drei Monaten hatte ein Terroralarm in der Silvesternacht München in Aufregung versetzt. Wegen eines angeblich drohenden Terroranschlags islamistischer Attentäter wurden der Hauptbahnhof und eine weitere Station in der Landeshauptstadt geräumt, ein Großaufgebot an Einsatzkräften war im Einsatz. Zuvor war eine Warnung mit sieben konkreten Namen mutmaßlicher Attentäter eingegangen. Die Staatsanwaltschaft München I hatte ihre Ermittlungen zu dem Terrorverdacht aber schließlich eingestellt. Es sei nicht möglich gewesen, die von den Sicherheitsbehörden genannten Namen von Terrorverdächtigen tatsächlichen Personen zuzuordnen.

stu/wa (afp, dpa)

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