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Reise

München eröffnet NS-Dokumentationszentrum

Viel später als Berlin oder Nürnberg bekommt nun endlich auch München ein NS-Dokumentationszentrum. Es wird am 30. April, dem 70. Jahrestag der Befreiung Münchens von den Nationalsozialisten eröffnet.

Der weiße Kubus des neuen NS-Dokumentationszentrums steht neben dem ehemaligen Führerbau am Königsplatz in München

Der ehemalige Führerbau neben dem Neubau des NS-Dokumentationszentrums

Der Neubau des NS-Dokumentationszentrum steht am Königsplatz, einem historischen Ort: Wo sich früher das "Braune Haus", die Parteizentrale der NSDAP befand, erhebt sich jetzt ein weißer Kubus. Und in unmittelbarer Nachbarschaft steht der "Führerbau", hier hatte Hitler sein Büro. Es handle sich also um einen "Täterort" - so der Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums Winfried Nerdinger vor der Presse. In München wurde die nationalsozialistische Bewegung gegründet, von hier breitete sie sich über ganz Deutschland aus. "München und der Nationalsozialismus"- so lautet der Titel der rund 1000 Quadratmeter großen Dauerausstellung, die in den nächsten Wochen aufgebaut wird. Sie schlägt den Bogen vom Ersten Weltkrieg über die Entstehung, den Aufstieg und die Verbrechen der NSDAP bis zum demokratischen Neuanfang nach 1945.

Nerdinger erklärte die lange Zeitspanne zwischen dem Ende des Nationalsozialismus und dem Entstehen des Dokumentationszentrums mit der Scham der Münchner. "Ganz generell kann man sagen, dass München sich schwerer getan hat als alle anderen Städte in Deutschland, weil es auch mehr mit der Geschichte behaftet war als jede andere Stadt. Hier ist alles entstanden."

Jährlich werden rund 250.000 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet, die Ausstellung wird deshalb in Deutsch und in Englisch präsentiert.

ks/ak (afp, epd, kna)

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