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Griechenland

Müllstreik wird noch Tage andauern

In Athen und anderen griechischen Städten türmen sich die Abfallberge auf den Straßen. Die Müllabfuhr streikt trotzdem weiter. Für den Tourismus wird das allmählich zum Problem.

Griechenland Streik der Müllabfur (Getty Images/AFP/E. Elis)

So wie in Athen sieht es derzeit in vielen griechischen Städten aus

Seit fast einer Woche streiken die Mitarbeiter der griechischen Müllabfuhr. Ein Ende des Ausstandes zeichnet sich noch nicht ab. "Wir machen mit dem Streik wie geplant weiter bis Donnerstag", sagte Stefanos Savvopoulos, Vorsitzender der Müllarbeitervertretung, Medienberichten zufolge. Die Arbeiter wollen erreichen, dass rund 10.000 befristet Beschäftigte fest angestellt werden. Der Gegenvorschlag der Regierung lautet bisher, 2500 Zeitarbeitsplätze in feste Arbeitsplätze umzuwandeln.

Warnung vor Gesundheitsgefahren

Die Folgen des Streiks werden auf den Straßen immer deutlicher sichtbar. In Athen und anderen griechischen Städten türmen sich die Müllberge. Das Gesundheitsministerium warnt inzwischen vor Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Die aktuelle Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 39 Grad erhöhe das Risiko für die Ausbreitung von Krankheiten, heißt es in einem Rundschreiben der Behörde. Ratten, Mäuse, aber auch Insekten und streunende Katzen oder Hunde könnten ebenfalls dazu beitragen.

Auch der Tourismus und die Gastronomie leiden unter dem Streik. Vor den Cafés und Tavernen müffeln die Müllhaufen, Gäste bleiben fern. Auch das Straßenbild ist vielerorts verschandelt. Selbst auf etlichen griechischen Urlaubsinseln türmen sich die Abfälle. 

Innenpolitisch wird darüber diskutiert, ob die Abfallwirtschaft nicht privatisiert werden sollte: Manche Gemeinden und Athener Stadtteile betreiben dieses System bereits sehr erfolgreich. Sie haben dementsprechend kein Müllproblem zu beklagen. Die Stadt Thessaloniki plant eine entsprechende Ausschreibung.

wo/kle (dpa, afp) 

 

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