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Aktuell Kultur

Mülheimer Dramatikerpreis für Wolfram Höll

Der Leipziger Autor erhielt die renommierte Auszeichnung für sein Theaterstück "Und dann". Es ist nach einem Heidelberger Nachwuchspreis schon die zweite Ehrung für das von Kritik und Publikum hochgelobte Werk.

Darin erzählt Höll aus der Perspektive eines Sechsjährigen vom Verschwinden der Mutter zu DDR-Zeiten. Der 1986 geborene Autor, Theater- und Hörspielregisseur überlässt es dabei seinem Publikum, sich aus den naiven Schilderungen des Kindes ein eigenes Bild zusammenzusetzen. Ist die Mutter gestorben oder ist sie aus der Welt der Plattenbauten geflohen? Die Kritik feierte das sensible Stück als "Glanzlicht", "Wunderwerk" und "großartiges Theater". "Und dann" wurde schon im Oktober 2013 am Schauspiel Leipzig in der Regie von Claudia Bauer uraufgeführt, eine weitere Inszenierung folgte Ende Oktober am Nationaltheater Weimar.

Wolfram Höll studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er bis heute lebt, und Theater an der Hochschule der Künste in Bern. Beim Schweizer Sender SRF ist er als Hörspielregisseur und –dramaturg tätig.

Der Mülheimer Dramatikerpeis gehört in Theaterkreisen zu den renommiertesten Auszeichnungen Deutschlands und ist mit 15.000 Euro dotiert. Höll stand mit sechs weiteren Autoren im Wettbewerb. Die Entscheidung zu seinen Gunsten fiel schon am 8. Juni, doch der Preis wurde ihm erst am 22. Juni verliehen. Damit steht der junge Autor als frischgekürter Preisträger nun in einer Reihe mit Größen wie Herbert Achternbusch, Peter Handke, Elfriede Jelinek und Botho Strauß. Zuletzt gewann Jahr Katja Brunner mit dem Inzestdrama "Von den Beinen zu kurz". Der Dramatikerpreis wird seit 1976 verliehen.

suc/haz (dpa)