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Sport

Müdes Remis zwischen Iran und Nigeria

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat ihr erstes Unentschieden. In der zweiten Partie der Gruppe F zwischen dem Iran und Nigeria fallen keine Tore. Am Ende pfeifen die Zuschauer.

Der Iran und Nigeria haben in Curitiba über 90 Minuten Fußball zum Abgewöhnen präsentiert und sich 0:0 getrennt. Es war das erste Unentschieden im 13. WM-Spiel und die bislang mit Abstand schlechteste Begegnung der Endrunde. 39.000 Zuschauer in der Arena da Beixada waren nicht zu beneiden. Der dreimalige Asienmeister Iran war zwar engagiert und spielte auf technisch ordentlichem Niveau, blieb aber aus dem Spiel in der Offensive wirkungslos. Auch Afrika-Champion Nigeria mühte sich, aber es fehlte jegliche Struktur im Spiel. Unter diesen Voraussetzungen wäre der Achtelfinal-Einzug eines der beiden Teams in der Gruppe F mit

Argentinien und Bosnien-Herzegowina

(2:1 zum Auftakt) eine große Überraschung.

Der Iraner Ashkan Dejagah am Ball (Foto: EPA/RUNGROJ YONGRIT)

Auch Ashkan Dejagah enttäuscht beim Iran

Auch Ashkan Dejagah, einst deutscher Junioren-Nationalspieler und 2009 deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, konnte dem Spiel seiner Iraner vom rechten Flügel aus keine Impulse verleihen. Er wurde in der 78. Minute ausgewechselt. Nigeria war überlegen und entwickelte vor allem über die linke Angriffsseite mit Victor Moses vom FC Liverpool etwas Druck - die beste Chance der ersten Hälfte hatten aber wie aus heiterem Himmel die Iraner: Nach einer Ecke von Dejagah kam Reza Ghoochannejad völlig frei zum Kopfball, den aber Nigerias Torwart Vincent Enyeama glänzend hielt (35. Minute).

Nach der Pause stellten die zu Beginn noch erwartungsvollen brasilianischen Fans schnell das Singen und Tanzen ein und begannen zu pfeifen, weil das Niveau des Spiels weiter sank. Nigeria blieb leicht spielbestimmend, entwickelte aber keinerlei Torgefahr. Die Iraner konzentrierten sich weiter auf ihre defensive Ordnung und zeigten wenig Interesse an einem konstruktiven Spiel nach vorne. Beide Mannschaften gönnten sich zudem eine immens hohe Fehlerquote in Pass- und Aufbauspiel. Das Ergebnis: ein Fußballspiel, das einer WM-Endrunde unwürdig war.

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