Möpse in Porzellan | Kunst | DW | 23.02.2018
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Kunst

Möpse in Porzellan

Mit Jagen, Hetzen oder Hüten hat er nichts am Hut. Der Mops ist einfach nur drollig, weich und faltig - und zurzeit schwer angesagt in Deutschland. Ein Düsseldorfer Museum widmet dem Schoßhund nun sogar eine Ausstellung.

Im Hetjens-Museum, dem Deutschen Keramikmuseum, dreht sich dieser Tage alles um den Mops. In Porzellan gegossen blickt er aus zahlreichen Schaukästen, er blinzelt von Anhängern für Armbändchen, die auf voluminösen Reifröcken der Damen des Rokoko ruhen. "Garantiert stubenrein" ist der Titel der Ausstellung, die vom 24. Februar bis zum 3. Juni in Düsseldorf zu sehen ist.

Der Mops kommt ursprünglich aus China, wo er vor 2000 Jahren gezüchtet wurde. "Das Tier war zunächst dem Kaiser vorbehalten, bis einige Vierbeiner aus der Verbotenen Stadt entführt wurden", berichtet Valentina Meissner, Sprecherin der Stadt Düsseldorf. Über Holland und England kam der Mops im 18. Jahrhundert nach Europa. Hier wurde er zum treuen Begleiter der höfischen Damen. "In jüngster Zeit erlebt der Mops eine Renaissance", so Meissner. "Die Liste seiner Liebhaber scheint endlos."

Auch Andy Warhol mochte Möpse

Tatsächlich gehört der Mops zu den zehn beliebtesten Hunderassen weltweit. Aber auch in Kunst, Literatur und Musik hat der Mops seine Spuren hinterlassen. Pop-Art-Künstler Andy Warhol etwa ließ sich mit einem ablichten. Im deutschen Sprachraum kennt jedes Schulkind "Ottos Mops", ein Gedicht des des österreichischen Lyrikers Ernst Jandl. "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos", dichtete Deutschlands beliebtester Fersehunterhalter Loriot alias Victor von Bülow, und: "Möpse sind mit Hunden nicht zu vergleichen. Sie vereinigen die Vorzüge von Kindern, Katzen, Fröschen und Mäusen."

Mops und Herrchen rennen beim Internationalen Mopstreffen 2017 in Berlin um die beste Zeit. (picture-alliance/dpa/G. Fischer)

Mops und Herrchen rennen beim internationalen Mopstreffen in Berlin um die beste Zeit

In der schwäbischen Kleinstadt Winnenden wurde dem Mops im 18. Jahrhundert sogar ein Denkmal erbaut. Der in Stein gehauene Hund des Herzogs Karl Alexander soll einer Legende nach während der Schlacht um Belgrad im Jahre 1717 im Kampf gegen die osmanischen Truppen sein Herrchen verloren haben und allein zum Schloss Winnental zurückgelaufen sein. Als Dank dafür erhielt die treue Seele nach seinem Tod ein eigenes Grabmal.

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