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Bundesliga

Mönchengladbach trennt sich von Schubert

Es ist die erwartete Notbremse: Borussia Mönchengladbach zieht aus der rapiden sportlichen Talfahrt die Konsequenzen und stellt Trainer André Schubert frei. In Sachen Nachfolge gibt es schon einen Favoriten.

Borussia Mönchengladbach hat sich von Trainer André Schubert getrennt. Das gab der Fußball-Bundesligist einen Tag nach dem 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg bekannt. Die Entlassung des 45-Jährigen ist bereits der siebte Trainerwechsel in der laufenden Saison. Über die Nachfolge will die Borussia "zu gegebener Zeit" informieren.

"Ein neuer Impuls von außen"

"Wir haben in den letzten Tagen viele Gespräche geführt und unsere sportliche Entwicklung analysiert und diskutiert und sind gemeinsam mit André zu dem Ergebnis gekommen, dass es für beide Seiten besser ist, unsere Zusammenarbeit jetzt zu beenden", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Auch Schubert sprach davon, dass "ein neuer Impuls von außen" die richtige Maßnahme für die Fohlen sein könnte. Der Klub werde "immer wichtiger und größer sein als der Einzelne", sagte er. Schubert bedankte sich für "eine großartige Zeit mit tollen Menschen".

UEFA Champions League Barcelona - Mönchengladbach (picture-alliance/AP Photo/F. Seco)

Woran liegt es? Gute Spieler hat der Verein, Geld ist auch vorhanden - aber der Erfolg fehlt dennoch.

Schubert hatte seinen Vertrag erst im September um zwei Jahre bis Juni 2019 verlängert. Er hatte das Amt nach dem Rücktritt von Lucien Favre im September 2015 angetreten und die Borussia in die Champions League geführt. In der laufenden Saison lief dagegen nicht viel zusammen: In der schweren Champions-League-Gruppe kam erwartbar früh das Aus, Gladbach spielt 2017 in der Europa League weiter. Weniger absehbar war die Pleitenserie in der Bundesliga: Aus den letzten elf Ligaspielen holte die Borussia nur einen Sieg. Mit 16 Punkten aus 16 Spielen steht der Verein vom Niederrhein nun mitten im Abstiegskampf.

Kommt nun Dieter Hecking?

Den Nachfolger von André Schubert erwartet also viel Arbeit über die Winterpause. Als Kandidat fiel in den vergangenen Tagen immer wieder ein Name in Mönchengladbach: Dieter Hecking. Doch auch die zuletzt seltsam passiv agierende Mannschaft ist gefragt: "Wir sind in einer Situation, in die wir nicht wollten. Wir müssen der Realität ins Auge schauen und die Dinge im Winter analysieren", sagte Kapitän Lars Stindl.

Max Eberl kündigte daher an, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden, um "der Mannschaft ein Stück Rückhalt zu geben". Ziel sei es, wieder Ruhe auf dem Platz und in das Umfeld zu bekommen, so der 43-Jährige. 

jw/sn (mit sid, dpa)

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