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Fußball

Mönchengladbach scheitert in der Qualifikation

Die 1:3-Hinspielniederlage gegen Kiew konnte Mönchengladbach trotz zwei Auswärtstoren nicht mehr umbiegen. Die Borussen verpassen somit die Champions League und müssen nun in der Europa League antreten.

Sie hatten sich einiges vorgenommen – wollten "volle Pulle nach vorne" stürmen, wie Stürmer Mike Hanke angekündigt hatte, doch am Ende hat es nicht gereicht: Borussia Mönchengladbach hat den Einzug in die Gruppenphase der Champions League nicht geschafft und muss nun eine Etage tiefer in der Europa League antreten. Im Auswärtsspiel bei Dynamo Kiew gewann die Borussia zwar mit 2:1 (0:0). Das Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre jedoch mit 1:3 im eigenen Stadion verloren. "Es war möglich, ein drittes Tor zu machen. Es fehlten ein paar Zentimeter", sagte Favre. "Wir haben am Ende ein wenig überhastet gespielt." Ein wenig Pech hat Torhüter Marc-André ter Stegen ausgemacht: "Wir sind alle enttäuscht. In den letzten Minuten war mehr drin. Aber das Leben geht weiter." Patrick Hermann resümierte: "Am Ende war es noch mal sehr eng, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber es hat leider nicht gereicht."

Großchance gleich zu Beginn

Drei Tore wären nötig gewesen, um den Traum von der Champions League weiterträumen zu dürfen, ein schnelles wäre von Vorteil gewesen. Und so stockte wohl auch den Ukrainern der Atem, als Hermann in der zweiten Minute vor dem gegnerischen Tor auftauchte, den Ball aber knapp am Kasten vorbei spitzelte. Rund 2.000 Gladbacher Fans hatten den weiten Weg auf sich genommen, sie kamen in den ersten 70 Minuten gegen die rund 68.000 Fans von Dynamo Kiew aber stimmlich nicht an. Die feierten ihre Mannschaft, die zuletzt zweimal in Folge in der Qualifikation gescheitert war.

Hingegen mussten die Gladbacher Fans zunächst mit ansehen, wie ihr Verein sich zwar durchaus ein paar Tormöglichkeiten erspielte, diese aber nicht nutzte. Der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte, Luuk de Jong, blieb blass. Auch der zuletzt stark aufspielende Juan Arango verpasste einige Chancen. Erst in der 70. Minute sprang Zählbares für die Borussia heraus, als Kiews Abwehrspieler Yevhen Khacheridi einen Kopfball zum 0:1 in die eigenen Maschen setzte.

Spannung erst ab der 70. Minute

Lucien Favre. (Foto:Efrem Lukatsky/AP/dapd).

Borussen-Trainer Lucien Favre war enttäuscht

Nur sieben Minuten später wurde die Hoffnung für die Borussen-Anhänger noch größer: Arango traf per Kopf zum 2:0 (77.) – und es waren noch 13 Minuten zu spielen, 13 Minuten für das Tor zur Champions League. Das Spiel kippte zugunsten des Bundesligisten – Kiew stellte sich hinten rein, Gladbach gewann fast alle Zweikämpfe. Und plötzlich machten die 2.000 Borussen-Fans lautstark auf sich aufmerksam.

Doch das nächste Tor machten die Gastgeber: Ideye Brown lief aus abseitsverdächtiger Position allein auf Gladbachs Torwart ter Stegen zu und lupfte den Ball über ihn hinweg zum 1:2 ins Netz (88.). Weil das Hinspiel 3:1 ausgegangen war, hätte ein weiterer Treffer der Borussia eine Verlängerung bedeutet. Doch trotz einer Riesenchance durch Alexander Ring schaffte die Borussia diesen wichtigen Treffer nicht mehr.

Gruppenauslosung ohne Mönchengladbach

Die Auslosung der Gruppenphase in der Königsklasse findet am Donnerstag in Monte Carlo nun mit den drei Bundesligisten Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 statt. Gladbach hofft einen Tag später gemeinsam mit Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart (Hannover muss sich am Donnerstag noch qualifizieren) auf gute Lose in der Europa League. "Es ist eine große Enttäuschung. Wir haben das Spiel zu Hause verloren, keine Diskussion", sagte Favre und richtete seinen Blick sogleich nach vorn: "In der Europa League gibt es auch sehr, sehr gute Mannschaften."