Möglicher Anschlag in San Francisco vereitelt | Aktuell Amerika | DW | 23.12.2017
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Terrorismus

Möglicher Anschlag in San Francisco vereitelt

Pier 39 gehört zu den beliebten Touristenzielen in San Francisco. Genau dort wollte der Ex-Marine-Soldat zuschlagen, der nun gefasst wurde. Ihm wird auch vorgeworfen, Sympathien für die Terrormiliz IS geäußert zu haben.

Die US-Sicherheitsbehörde FBI hat in Kalifornien einen ehemaligen Marinesoldaten festgenommen, der für den ersten Weihnachtsfeiertag einen Terroranschlag in San Francisco geplant haben soll. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die US-Medien veröffentlichten.

Die Bundespolizei wirft dem Verdächtigen vor, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen. Demnach soll der 26-Jährige Sympathien für die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) geäußert haben. Einen verdeckten FBI-Ermittler, der sich als IS-Vertreter ausgab, habe er in seine Pläne eingeweiht. Als Anschlagsziel habe er den beliebten Pier 39 mit zahlreichen Touristenattraktionen im Nordosten der Stadt gewählt. Dort habe er eine Explosion auslösen wollen, um dann Zivilisten wahllos mit Schusswaffen oder einem Fahrzeug zu töten.

Kein Plan für eine Flucht

Dem Festgenommenen drohen 20 Jahre Haft. "Weihnachten wäre ein perfekter Tag für den Angriff", habe er dem verdeckten Ermittler gesagt. Einen Fluchtplan habe er nicht entwickelt, weil er bereit gewesen sei zu sterben. Bei einer Hausdurchsuchung am vergangenen Mittwoch seien ein Testament, Waffen und Munition gefunden worden.

2009 sei der mutmaßliche Täter bei den Marineinfanteristen eingetreten und habe dort eine Ausbildung zum Scharfschützen gemacht, hieß es in den Gerichtsunterlagen. Er sei vorzeitig entlassen worden, weil er eine Asthma-Erkrankung verschwiegen habe. Nach dem Ausscheiden aus dem Militär habe der Mann "radikale dschihadistische Meinungen" vertreten, erklärte das FBI.

Vater weist Beschuldigung zurück

Der Verdächtige habe "unter Beobachtung des FBI gestanden". "Für die Bevölkerung bestand nie eine unmittelbare Gefahr", erklärte die Polizeibehörde. US-Justizminister Jeff Sessions begrüßte den Fahndungserfolg. "Die Gefahr durch den radikalem islamischen Terrorismus ist real und ernst", sagte Sessions.

Der Vater des Festgenommenen wies gegenüber der Lokalpresse die Anschuldigungen gegen seinen Sohn zurück. Beim FBI müsse ein Fehler passiert sein, sagte er der Zeitung "Merced Sun Star".

ml/jj/se (dpa, afp)