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Kultur

Möge die Beste gewinnen

Am Samstag (12.4.) fällt in München die Entscheidung, welche Stadt sich für Deutschland um die Olympischen Sommerspiele 2012 bewerben darf.

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Das Olympiagelände in München

Am 26. August 1972 wurden zum zweiten Mal in der Geschichte Olympische Sommerspiele in Deutschland eröffnet, in München. Lange im Vorfeld war das ganze Land von einer Welle der Begeisterung für die olympische Idee erfasst worden. In diesen Tagen zieht wieder so ein Hauch von olympischer Vorfreude durch Deutschland. In München soll am Samstag, 12. April, auch jene deutsche Stadt gekürt werden, die ins internationale Rennen um die Gastgeberrolle der Olympische Spiele im Jahr 2012 gehen soll.

Hoffen auf den 12. April

Gleich fünf Städte als Hauptbewerber - Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Stuttgart - sowie fünf Segelreviere (Cuxhaven, Kiel, Lübeck, Rostock und Stralsund) machen sich derzeit noch Hoffnungen, den nationalen Zuschlag zu bekommen und als alleinige deutsche Kandidaten in den globalen Wettstreit um das Austragungsrecht für 2012 geschickt zu werden.

Medaillenstadt Leipzig

Leipzigs Olympia-Interessen werden von einer Welle der Sympathie getragen. Die gesamte Region steht nahezu geschlossen hinter der olympischen Herausforderung, was sich bei der Meinungsumfrage in 92,4 Prozent Zustimmung niederschlug. Leipzig wirbt auch damit, dass Sportler aus Stadt und Umland immerhin schon mehr als 500 Olympia-Medaillen geholt haben und dass die Leipziger Sport-Universität weltweit über einen exzellenten Ruf verfügt. Außerdem seien innerhalb der 500.000-Einwohner-Stadt genügend Freiflächen für die kompakte Anlage olympischer Arenen vorhanden.

Ballungsraum an Rhein und Ruhr

Düsseldorf

Horst Klosterkemper, Präsident der Bewerbungskommission Rhein/Ruhr

Düsseldorf will die olympischen Fesseln sprengen. Entsprechend dem olympischen Reglement kann sich nur eine Stadt (und nicht etwa eine Region, wie das Ruhrgebiet) um die Ausrichtung Olympischer Spiele bewerben. Deshalb wird offiziell die Landeshauptstadt Düsseldorf ins Bewerbungsrennen geschickt. Was die sportlichen Möglichkeiten anbetrifft, so weist die Rhein-Ruhr-Region Sportstätten auf, die Weltgeltung haben. Allein die Riesenhallen in Köln, Dortmund und Oberhausen lassen Handball, Volleyball, Basketball, aber auch Ringen oder Boxen auf Weltniveau zu.

Sydney grüßt Hamburg

Ole von Beust für Olympiade in Hamburg

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust macht Werbung für seine Stadt

Hamburg setzt bei der Bewerbung auf das Klischee, als größte deutsche Hafenstadt das Tor zur Welt zu sein. Das Hamburger Olympiakonzept ist überzeugend. Einen alten Containerhafen will man umbauen zur Olympiastadt am Wasser - Sydney lässt grüßen. 90 Prozent aller sportlichen Entscheidungen sollen im Umkreis von 10 Kilometern um den olympischen Kern herum fallen.

Weltstadt Frankfurt

Die Frankfurter Olympiabewerber glauben, mit einem Sparetat von 1,7 Milliarden Euro auskommen zu können - das wären nur 75 Prozent der Sydney-Investitionen. In Frankfurt haben die wichtigsten deutschen Sportverbände ihren Sitz - angefangen beim Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland über den 28 Millionen Mitglieder starken Deutschen Sportbund bis hin zum größten Fußballverband der Welt, dem Deutschen Fußballbund.

Außenseiter Stuttgart

Die Motivation, sich um Olympia 2012 zu bewerben, leitet Stuttgart, die Hauptstadt von Baden-Württemberg, aus der Vergangenheit ab. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1986 und -Weltmeisterschaften 1993 herrschte eine so großartige Stimmung, dass das IOC und die UNESCO damals ihre Fair-Play-Preise an das Stuttgarter Publikum vergaben. Dennoch: In die Entscheidung um den deutschen Olympiakandidaten gehen die Stuttgarter am 12. April als Außenseiter.

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