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Wirtschaft

Märkte weiter verunsichert

Nach den deutlichen Verlusten der Vortage haben sich die deutschen Aktienmärkte auch am Mittwoch (5. Juni 2002) verunsichert gezeigt.

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Auslöser für eine zwischenzeitliche Aufwärtsbewegung war Händlern zufolge der freundliche Auftakt der Wall Street am Mittwoch. Dann aber fand etwa die Telekom-Aktie wiederum keinen Boden: Nach dem Rekordtief vom Dienstag rutschte die sogenannte "Volksaktie" am Mittwoch weiter ab und zog so auch den Deutschen Aktienindex DAX wieder in die Nähe des Vortagesniveaus.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel um eineinhalb Punkte auf 4624. Am Neuen Markt gab der Nemax50 um 2,7 Punkte auf 771 nach.

Es handele sich derzeit um Zufallskurse, sagte eine Händlerin. Es sei absolut nichts los am Markt, wenig Volumen, kaum Orders. Auch die besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten hätten keinen Auftrieb gegeben, weder in den USA noch in Deutschland. Es bedürfe nur einer leicht negativen Nachricht, um den Markt wieder unter Druck zu setzen, hieß es.

Nach den massiven Verlusten von mehr als zwölf Prozent in den vergangenen fünf Handelstagen gaben die Aktien der Deutschen Telekom am Mittwoch weitere 2,2 Prozent ab. Die Stimmung im Sektor sei weiterhin schlecht, und viele Leute gingen davon aus, dass die Telekom unter zehn Euro fallen werde, sagten Beobachter.

Dagegen stiegen die Aktien von Versicherungsunternehmen angeblich wegen eines Magazinberichts. Laut "Focus Money" will die Allianz höhere Versicherungsprämien von den Fluggesellschaften einnehmen. "Weltweit muss ein Prämienvolumen von rund drei Milliarden Dollar jährlich über einen längeren Zeitraum erwirtschaftet werden", sagte der Vorstand der Allianz-Tochter Global MAT, Wolfang Schatz, laut dem Magazin. Allianz-Aktien gewannen ungeachtet einer Herabstufung durch die US-Investmentbank Morgan Stanley eineinhalb Prozent, Münchener Rück zogen um 0,9 Prozent an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Ansicht von Volkswirten bei ihrer Ratssitzung an diesem Donnerstag die Leitzinsen nicht erhöhen. Allerdings rechnet die Mehrheit der befragten 35 Volkswirte mit einem Anziehen der Zinsschraube im dritten Quartal. Seit November 2001 beträgt der Leitzins in der Eurozone unverändert 3,25 Prozent. Die in der Vorwoche befragten Volkswirte waren sich weitgehend darüber einig, dass der Zeitpunkt für eine Zinswende im Juni noch nicht gekommen ist. Diese Erwartung äußerten 32 der befragten Experten.

Die Umlaufrendite wurde sechs Basisstellen niedriger mit 5,00 Prozent festgestellt.

Die Schlusskurse im Dax wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 82,89 (- 1,20)
Allianz 226,10 (+ 1,50)
BASF 46,47 (- 0,33)
Bayer 33,34 (- 0,08)
HypoVereinsbank 35,54 (- 0,22)
BMW 44,47 (+ 0,28)
Commerzbank 17,80 ( unv. )
DaimlerChrysler 50,50 (+ 0,42)
Degussa 35,70 (+ 0,15)
Deutsche Bank 74,15 (+ 0,25)
Deutsche Post 15,14 ( unv. )
Deutsche Telekom 10,78 (- 0,24)
E.ON AG 54,85 (+ 0,45)
EPCOS 40,14 (- 0,10)
Fresenius Med. Care 56,20 (+ 0,43)
Henkel 73,60 (+ 0,40)
Infineon Techno 17,55 (- 0,21)
Linde 52,89 (+ 0,18)
Lufthansa 14,60 (- 0,16)
MAN 23,65 (- 0,04)
Metro 34,40 (+ 0,04)
MLP 37,75 (- 2,16)
Münchener Rück 237,17 (+ 0,89)
Preussag 27,15 (- 0,15)
RWE 40,00 (+ 0,14)
SAP 109,50 (- 1,25)
Schering 61,70 (+ 0,75)
Siemens 63,76 (+ 0,06)
ThyssenKrupp 17,25 (- 0,02)
VW 55,34 (- 0,06)

Ausgewählte Devisennotierungen aufgrund der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank - danach kostete ein Euro

US-Dollar 0,9371
Brit. Pfund 0,6430
Schw. Franken 1,4704
und Japan Yen 116,55