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Männerwelt

Manches Mannsbild wird übermannt von Gefühlen. Ein Mann von Welt unterhält sich auch mal von Mann zu Mann über Mannweiber, aber selten über Flachmänner. Hier ein kleiner Abstecher in die mannigfaltige Männerwelt.

"Mannomann!", oh je, werden viele denken: eine Frau schreibt über Männer. Vielleicht haben Sie recht und meine Sichtweise auf die Männerwelt ist recht weiblich, denn für Frauen gilt: Der Mann, das unbekannte Wesen. Dennoch bin ich Manns genug, mich dieser Aufgabe zu stellen. Bevor wir in die Männerwelt abtauchen, werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Wortherkunft.

Man und ...

Michelangelos David-Statue im Museum von Florenz

Im Museum kann "man" sich diesen "Mann" anschauen

Das Wort Mann hat seit dem 8. Jahrhundert eine Entwicklung durchgemacht. Aus dem germanischen Lehnwort manōn wurde im Mittel- und Althochdeutschen man – mit einem "n". Es stand einerseits schon immer für eine männliche Person, wurde andererseits aber auch einfach für Mensch verwendet, unabhängig vom Geschlecht.

Und diese Bedeutung hat es sich in der heutigen Alltagssprache erhalten – als Indefinitpronomen. Wenn jemand nicht von sich sprechen will, sondern allgemein bleiben will, sagt er "man". Im Akkusativ und Dativ wird "man" durch "einen" beziehungsweise "einem" ersetzt. Da geht man zum Arzt, wenn man Schmerzen in der Hüfte hat. Da wird einem der Zahn gezogen, wenn der Zahnarzt ihm das empfohlen hat.

... Mann

Im Laufe der Zeit bekam das Wort "man" ein weiteres "n" dazu und bezeichnete die Herren der Schöpfung. Womit wir schon beim ersten Begriff für Mann und Männer wären. Redewendungen und Begriffe um das Wortfeld gibt es zahlreiche und meistens steht der Mann darin als Sinnbild für Kraft und Stärke. Fühlen wir ihm einmal auf den Zahn!

Ein gestandenes Mannsbild

Vier Bodybuilder

Was für Mannsbilder!

Was als Mannsbild, männlich oder maskulin gilt, ist subjektiv. Für sehr viele sind es schmale Hüften, breite Schultern, ausgeprägte Muskeln und Gesichtszüge. Als vermeintlich männliche Charaktereigenschaften werden Mut, Stärke, Kraft, Ausdauer und Zielstrebigkeit angesehen.

Viele Eigenschaften rühren noch aus Zeiten, als die Männer auf der Jagd waren und ihre Familien versorgen mussten. Heutzutage, im Zeitalter der Emanzipation, hat sich das Bild vom starken Geschlecht gewandelt. Frauen stoßen immer mehr in die von Männern dominierte Welt vor. Erscheint eine Frau allerdings auch äußerlich sehr männlich, wird sie abfällig Mannweib genannt.

Von Mannweibern und Traummännern

Ein Weckmann

Diesen Mann kann man sich backen: den Weckmann

Während sich Mannweiber inzwischen ihren Partner selbst suchen, mussten sie früher von ihren Eltern noch irgendwie an den Mann gebracht werden – so wie heutzutage eine neue Pralinensorte oder die ultimativen, besonders saugfähigen Windeln. Nicht jeder Mann war dann wirklich übermannt oder überwältigt von dem Gedanken, eine solche Frau heiraten zu müssen, egal wie mannigfaltig und vielseitig ihre Eigenschaften auch sein mochten.

Nicht kaufen – oder wie es früher mal hieß – sich nicht backen, kann man einen Traummann. Die Bandbreite dessen, was als Traummann gilt, ist groß – und subjektiv. Manchmal kommt die Erkenntnis, sich getäuscht zu haben, schnell; manchmal dauert es einige Zeit und manchmal stellt man fest, doch das große Los gezogen zu haben.

Männer, Männer, Männer …

Deutschland Hitze Bier

Was darf bei einem echten Männergespräch nicht fehlen?

Denn: Der eine ist kein freier Mann, weil er schon vergeben ist; ein anderer entpuppt sich als Lebemann, der das Leben in vollen Zügen genießt oder als Blödmann, mit dem man nicht viel anfangen kann. Mancher ist ein gestandener Mann, der in seinem Leben schon Einiges erreicht hat, mancher ein gemachter Mann, der finanziell erfolgreich und ein Mann von Welt mit einem gewandten Auftreten ist.

Ein Mann im besten Alter hat jede Menge Lebenserfahrung – vielleicht als Hausmann, der sich jahrelang um alle Mann, also die ganze Familie, gekümmert hat. Oder er hat als Geschäftsmann, Barmann, Feuerwehrmann, Kaufmann, Müllmann, Fachmann auf seinem Gebiet seinen Mann gestanden und seine Pflicht erfüllt. Dabei wurde bestimmt das eine oder andere Gespräch von Mann zu Mann geführt, wenn es Dinge gab, die nur unter Männern geklärt werden konnten.

Männer – das unbekannte Wesen

Ganz unter sich sind Männer am Vatertag und beim Junggesellenabschied. Dabei kann auch der eine oder andere Flachmann aus der Tasche gezogen werden. Zu viele sollten jedoch nicht geleert werden, denn dann ist auch der mannhafteste Mann allzu schnell voll wie 1000 Mann. Fraglich ist, ob er anschließend noch seinen Mann stehen kann. Mannomann! So manche Dinge hauen doch selbst den stärksten Mann aus dem Anzug!


Musik

Herbert Grönemeyer: "Männer"

"Männer haben 's schwer, nehmen 's leicht,

außen hart und innen ganz weich,

werden als Kind schon auf Mann geeicht.

Wann ist ein Mann ein Mann?…"

Fragen zum Text

Geht die Besatzung eines Schiffes an Bord, wird es...

1. bemannt.

2. ermannt.

3. entmannt.

Traditionell wird vor einer Hochzeit ein … gefeiert.

1. Männerausstand

2. Junggesellinnenabschied

3. Flachmann-Fest

Nicht an den Mann gebracht werden …

1. Weckmänner.

2. Flachmänner.

3. Hausmänner.

Arbeitsauftrag

Das Männerbild ist in jeder Kultur verschiedenen. Während in westlichen Industriestaaten die Gleichberechtigung immer wichtiger wird, herrscht in anderen Staaten noch eine strenge Geschlechterteilung. Wie ist das Männer- und das Frauenbild in Ihrem Land? Ernennen Sie jemanden in Ihrer Gruppe zum Protokollführer/zur Protokollführerin. Diskutieren Sie anschließend in der Gruppe zum oben genannten Thema.

Autorin: Katharina Boßerhoff

Redaktion: Beatrice Warken

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