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Filme

Männerkomödie Made in Germany

Buddy Movies nennt man Filme, in denen ein gut harmonierendes Darstellerpaar agiert. Die gibts nicht nur in Hollywood. Das zeigt der deutsche Film "Ein Freund von mir" mit zwei sehr populären Hauptakteuren.

Zwei Männer in einem Auto

Immer unterwegs und immer gut drauf:
Karl und Hans

"Meine Figur Karl ist ein stiller, introvertierter, junger Mann, der aber das Leben nicht gelebt und entdeckt hat. Und dann wach geküsst wird von Hans, dem Chaoten, den er dann im Autoverleih kennen gelernt hat", erzählt Daniel Brühl, der den leiseren Part spielt. Sein Widerpart Jürgen Vogel, alias Hans, sieht sich dagegen so: "Hans ist für mich jemand, der so ein bisschen wie ein großes Kind ist, also ein erwachsenes Kind eigentlich, also jemand der nicht erwachsen geworden ist und immer noch wahnsinnig neugierig ist Dinge auszuprobieren."

Gut eingespieltes, witziges Team

Hans und Karl, das ist eine Zufallsbekanntschaft. Karl, der intelligente, der Kopfmensch, arbeitet als Mathematiker in einer Versicherung - normalerweise! -, den Job im Autoverleih macht er nur auf Grund einer Provokation seines Chefs, dort trifft er dann auf Hans, den Ausgeflippten. "Also für mich geht’s in diesem Film um Freundschaft. Freundschaft ist das zentrale Thema und es wird eine Freundschaft erzählt, von zwei Jungs die unterschiedlicher nicht sein können", sagt Jürgen "Hans" Vogel.

Und da Regisseur Sebastian Schipper die Handlung im Milieu professioneller Autoverleiher spielen lässt, ist sein Film nicht nur ein Buddy Movie sondern auch ein Road Movie: Viele Szenen spielen im Auto, auf Landstraßen und Autobahnen - und dort unterhalten sich die beiden so unterschiedlichen Typen auch meist, das ist die Stärke des Films, Brühl und Vogel sind ein gut eingespieltes, witziges Team.

Auf drei Reifen durch das Ziel

Sabine Timoteo

Auch eine Frau darf mitspielen: Sabine Timoteo, alias Stelle

Viel Drive und Energie ist in diesen Dialogen, eine Frau gibts natürlich auch noch, erst ist das die Freundin von Hans, später dann die von Karl, aber eigentlich ist dies ein Männerfilm oder einer für große Jungs - eben über eine Männerfreundschaft, so sieht's auch Regisseur Sebastian Schipper: "Jürgen Vogel spielt einen Typen, der immer volle Pulle unterwegs ist, jeden Tag so lebt, als ob es der erste Tag seines Lebens wäre. Er trifft auf jemanden, in dem vielleicht - in seinem 28. Lebensjahr und als erfolgreicher Mathematiker - so eine ganz große Stille eingekehrt ist, ohne dass er es gemerkt hat. Und die beiden werden Freunde.“

Das alles ist schnittig inszeniert, unterhaltsam und mit viel Effet gemacht. Am Ende freilich geht der Geschichte ein wenig die Luft aus, der Film rumpelt auf drei Reifen ins Finale. Immerhin schafft er es bis dorthin - mehr war wohl auch nicht das Ziel dieses verspielten Buddy & Road-Movies.

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  • Datum 25.10.2006
  • Autorin/Autor Jochen Kürten
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9I6M
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