Männer stellen sich nach Tempelbrand in Indien | Aktuell Asien | DW | 12.04.2016
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Aktuell Asien

Männer stellen sich nach Tempelbrand in Indien

Zwei Tage nach dem verheerenden Brand mit über hundert Toten in einem Tempel im Südwesten von Indien haben sich fünf Männer der Polizei gestellt. Die Verdächtigen waren seit dem Unglück gesucht worden.

Indien Kollam Tempel Feuer Ruine, (Foto: Getty)

Von dem Tempel ist nach dem Brand nur noch ein Haufen Schutt übrig

Die Fünf hatten sich bei der örtlichen Polizei gemeldet, die sie sofort festnahm. Wie der Chef der Kriminalpolizei des Bundesstaates Kerala, S. Ananthakrishnan mitteilte, ist noch ein Verdächtiger im Krankenhaus. Gegen alle wird wegen Totschlags ermittelt. Es handelt sich um drei Mitarbeiter des Tempels und drei Mitarbeiter von Firmen, die Feuerwerkskörper geliefert hatten.

Indien Kollam Tempel Feuer Ruine Menschen betrachten abgebrannte Feuerwerksbatterien (Foto: Reuters)

Ratlosigkeit angesichts der verkohlten Reste des nicht genehmigten Spektakels

In der Nacht zum Sonntag hatte ein nicht genehmigtes Feuerwerk-Spektakel während des hinduistischen Neujahrsfestes einen Großbrand im Tempel von Puttingal ausgelöst. 109 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Anlässlich der Feier hatten sich an dem Tempel Tausende Menschen versammelt.

Pyrotechnik war nicht erlaubt

Obwohl Pyrotechnik bei dem Fest verboten war, hatten sich laut Zeugen junge Männer einen Wettstreit um das größte Feuerwerk geliefert. Eine Rakete landete auf einem Stapel noch nicht abgebrannter Feuerwerkskörper, der explodierte und den Großbrand auslöste.

Bei religiösen Festen kommt es in Indien immer wieder zu tödlichen Unglücken wie Bränden und Massenpaniken. Grund sind meistens mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen.

Derweil wird unter Politikern über ein Verbot von Böllern und Raketen diskutiert. Die Regierung des Bundesstaates Kerala habe deswegen für Donnerstag ein Treffen aller Parteien anberaumt, berichtet die örtliche Zeitung "Manorama".

uh/mak (afp, ape)

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