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"Männer mit Vision - gibt's die?"

Das Geiseldrama von Beslan beschäftigt unsere Leser noch immer. Weitere Schwerpunkt-Themen: die Entwicklung im Irak, Klingonisch als DW-Sprache und der Sinn von Filmen über den Nationalsozialismus.

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Beslan-Tragödie

Die Deutsche Regierung sollte auf jeden Fall den Kreml offener kritisieren, da NUR der internationale Druck Russland zu politischem statt zu militärischem Handeln überreden kann, was den Konflikt mit Tschetschenien angeht. Offensichtlich wird Putin die Beslan-Katastrophe dazu nutzen um noch mehr Druck auf den Kaukasus auszuüben, was die menschliche Misere in diesen Gebieten noch vertiefen wird. Ausschließlich die politische Auseinandersetzung kann eine Lösung darstellen, und nur das Ausland kann Russland dazu "zwingen" - wenn überhaupt. (Maudy Thalmann)

Die Verantwortlichkeit für die Gewalttat von Beslan sollte eine öffentliche Untersuchung durch eine unabhängige, möglichst unter UNO-Regie stehende Kommission feststellen. (Manfred Salewski)


Demokratisierung des Irak

Ich halte (demokratische) Wahlen im Irak noch für verfrüht, denn es fehlen einfach die Grundprinzipien der freien Wahl. Wichtig ist, zuerst für intakte Infrastruktur und Sicherheit zu sorgen. Dieses Ziel rückt leider jeden Tag in weite Ferne. (Mahmoud Abdulwahed)

Die Wahlen werden schon möglich sein (im Zweifel wird Bush dafür sorgen), wenn auch unwahrscheinlich. Und vor allen Dingen ist es zweifelhaft, ob sie repräsentativ sein können. Auf keinen Fall werden sie aber zur Lösung der verschiedenen Probleme Iraks beitragen. Leider. (Renate Renard)


Klingonisch

Ich bin begeistert von der witzigen Idee, als neue DW-Sprache jetzt auch Klingonisch anzubieten. Ich habe mich sehr amüsiert beim Lesen der bestehenden Seiten. Vielen Dank für diese tolle Idee! (Heike van Well - ganz terrestrisch)

Schön das ihr jetzt Klingonisch anbietet - aber wäre es in Zeiten von Unicode nicht sinnvoll und technisch problemlos machbar dies auch in klingonischen Schriftzeichen zu tun? Schließlich werden Klingonen kaum lateinische Schriftzeichen verwenden … ;) (Terra Count)


Filme über den Nationalsozialismus

Der Film zeigt nicht sehr viel mehr als was Speer in seinen Büchern schon beschrieben hat. Aber vielleicht macht der Film es für viele möglich, eine Zeit besser zu verstehen wenn man damals nicht dabei war. (Arnold Koch)

Filme über das dritte Reich erfreuen sich ja spätestens seit Guido Knopps Totalausverkauf mit "Hitlers Helfer", "Hitlers Frauen", "Hitlers Hunde" und was es sonst noch gab sehr großer Beliebtheit. Es ist meiner Meinung nach aber nicht ungefährlich, das Phänomen des Nationalsozialismus zu banalisieren, indem man um jeden Preis Filme über die Person Hitlers ins Fernsehen oder Kino bringt. Immerhin gibt es heutzutage immer noch Leute, die einen Kult um die Person Hitlers betreiben. Das Thema ist mit Vorsicht zu genießen, zu großer Unterhaltungswert kann einen Film mit dieser Thematik leicht in ein falsches Licht stellen. Die Diskussion, ob Hitler zu menschlich dargestellt wird, ist meiner Meinung nach überzogen. Hitler war ein Mensch, so unangenehm es ist. Sicher ist es nicht gut, ihn zu menschlich darzustellen; Sympathie für einen solchen Menschen kann aber wohl nur bei denen aufkommen, die auch heute noch völlig verblendet durchs Leben gehen; ein Film sollte nicht als Auslöser für faschistisches Denken betrachtet werden. Diese Sichtweise wäre zu vereinfachend. (H. Kettler)

Das Interesse junger Menschen ist da - sie sind sogar sehr nationalistisch eingestellt. Es ist wichtig ehrlich zu sein - zu sagen was gut war am Nationalsozialismus - jedoch aufzeigen wo es begonnen hat in die falsche Richtung auszuarten - schließlich waren anfangs alle nicht ohne Grund begeistert davon. Mir kommt vor, dass wir derzeit eine nicht ganz unähnliche Situation erleben (Wirtschaft) - wo ist ein starker Mann - besser viele Männer - mit Vision (einer guten Vision - der nicht dem Machtrausch verfällt - geläuterter Charakter) - gibt's so was überhaupt? (Silvia Mascha)


Anmerkung in eigener Sache:

Wir freuen uns über jede Zuschrift, aber wir können nicht alle Leserbriefe veröffentlichen. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Die Inhalte entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.

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  • Datum 17.09.2004
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