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Sport

Mäßiger Auftakt für deutsche Ski-Adler

Pascal Bodmer landet beim Auftakt der Vierschanzentournee als bester Deutscher auf Platz zwölf, Martin Schmitt belegt Platz 23. Der Österreicher Andreas Kofler siegt vor dem Finnen Janne Ahonen bei dessen Comeback.

Der Österreicher Andreas Kofler jubelt nach seinem Sieg in Oberstdorf (Foto: AP)

Überraschungssieger Kofler

Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf gab es für die sieben deutschen Skispringer nichts zu holen. Nur Martin Schmitt und Pascal Bodmer erreichten den Finaldurchgang: Der 18-jährige Bodmer trotzte Wind und Wetter, konnte aber auch nicht mit den Besten mithalten. Die neue deutsche Skisprung-Hoffnung kam mit 118,5 und 122 Metern auf Platz zwölf. "Sicher waren meine Sprünge nicht so schlecht. Aber richtig zufrieden kann man nur bei einem Sieg sein", lautete sein Fazit.

Andreas Kofler aus Österreich duckt sich vor dem Sprung (Foto AP)

Gleich macht er einen großen Satz: Gewinner Kofler

Schmitt flog nur auf Platz 23. "Das Teamergebnis ist sicherlich ausbaufähig. Natürlich sind wir sehr enttäuscht", sagte Schmitt. "Die Tournee-Gesamtwertung können wir alle abhaken." Den Tagessieg am Schattenberg holte sich zum ersten Mal überhaupt der Österreicher Andreas Kofler. Er kam auf Sprünge von 125 und 134 Metern. Mit 265,2 Punkten lag er 11,9 Zähler vor dem finnischen Altmeister und Tournee-Rekordgewinner Janne Ahonen. Rang drei ging an den Österreicher Thomas Morgenstern. Die hochgehandelten Top-Favoriten Simon Amman aus der Schweiz und Gregor Schlierenzauer aus Österreich erhielten einen Dämpfer und belegten nur die Ränge fünf und neun.

Neustart nach 20 Springern

Der Deutsche Pascal Bodmer beim Skisprung (Foto: AP)

Die neue deutsche Hoffnung: Der 18-Jährige Bodmer

"Das war der schlechtestmögliche Auftakt für uns", resümierte der deutsche Bundestrainer Werner Schuster. "Man muss bei diesen Bedingungen sehr präzise springen, das ist uns nicht gelungen. Wir werden es bei der nächsten Station aber besser machen." Die Deutschen Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Junioren-Weltmeister Andreas Wank, Stephan Hocke und Richard Freitag waren bei schwierigen Windbedingungen bereits im ersten Durchgang ausgeschieden.

Das Springen musste wegen schlechter Witterungsbedingungen nach 20 Springern abgebrochen und neu gestartet worden. Regen und wechselnde Winde machten einen regulären Wettkampf nicht möglich. Erst durch diese Entscheidung der Jury konnte auch Vize-Weltmeister Martin Schmitt auf eine Qualifikation für den zweiten Durchgang hoffen. Schmitt war zunächst bei 96 Metern gelandet und hatte das direkte Duell gegen den Österreicher Martin Koch verloren. "Ich habe mich hier von Anfang an sehr schwergetan", gestand der Vizeweltmeister. Das Springen war mit einem um vier Luken verlängerten Anlauf neu gestartet worden.

Autor: Olivia Fritz (mit sid/dpa)
Redaktion: Joachim Falkenhagen