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Kultur

Márquez-Roman als Raubdruck unterwegs

Der neue Roman von Gabriel García Márquez (77) kursiert schon vor dem offiziellen Erscheinen als Raubdruck in Kolumbien. Das Buch "Memoria de mis putas tristes" werde für umgerechnet vier US-Dollar in den Straßen der Hauptstadt Bogotá angeboten, berichtete das Wochenmagazin "Semana" am Sonntag (17.10.2004). Daher hätten die Verlagsgruppen Randomhouse-Mondadori den Erscheinungstermin um eine Woche auf den 20. Oktober 2004 vorgezogen. Startauflage des spanischen Originals sei eine Million Exemplare. Es ist García Márquez' erster Roman seit zehn Jahren.

Kolumbien ist berüchtigt wegen seiner Raubdrucke. Der Schwarzmarkt-Umsatz mit Literatur wird pro Jahr auf 30 Millionen Euro geschätzt. Nach Medienberichten hat die Polizei schon mehrere tausend illegale Ausgaben des neuen Buchs von García Márquez beschlagnahmt.

Eine Kopie des Manuskripts wurde offenbar gestohlen, obwohl der kolumbianische Norma-Verlag strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte. Zuletzt hatte García Márquez 2002 den ersten Band seiner Lebensinnerungen publiziert ("Leben, um davon zu erzählen").