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Politik

Lässt Trump den Nordkorea-Gipfel platzen?

22. Mai 2018

Am 12. Juni soll US-Präsident Trump Nordkoreas Machthaber Kim treffen - eigentlich. Denn die Stimmung droht schon wieder zu kippen. Ob Südkoreas Präsident Moon die Wogen glätten kann, ist fraglich.

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UN Generalversammlung in New York | Donald Trump & Moon Jae In
Trump mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon bei der UN-Generalversammlung im September vergangenen JahresBild: picture-alliance/AP Photos/E. Vucci

Donald Trump sorgt sich Berichten zufolge, dass das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni erheblich komplizierter werden könne, als von ihm angenommen.

Vize-Präsident Mike Pence sagte dem US-Sender Fox News, Trump sei ohne Frage bereit, das Treffen platzen zu lassen. "Es wäre ein großer Fehler, wenn Kim Jong Un denkt, er könnte Donald Trump ausspielen." Dem Präsidenten gehe es nicht um öffentliche Wirksamkeit, so Pence. "Es geht ihm um Frieden."

Der US-Präsident und Südkoreas Präsident Moon Jae In tauschen sich an diesem Dienstag in Washington über das Verhältnis zu Nordkorea aus. Das Treffen gilt als eine wesentliche Vorbereitung des geplanten Gipfels zwischen Trump und Kim Jong Un.

Wackeliger Frieden

In der vergangenen Woche war das in Singapur anberaumte Treffen bereits von Nordkorea in Frage gestellt worden. Kim hatten wegen US-Militärmanövern mit südkoreanischen Streitkräften mit der Absage gedroht und auch den innerkoreanischen Dialog vorübergehend auf Eis gelegt.

Innerkoreanischer Gipfel
Kim Jong Un (links) und Präsident Moon Jae In beim historischen innerkoreanischen Gipfel im AprilBild: Korea Summit

Nordkorea ist zudem mit den Verhandlungszielen der USA für das Treffen in Singapur nicht einverstanden. Die USA verlangen eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare atomare Abrüstung Nordkoreas - und dies möglichst schnell.

Trump hatte am 9. März die Einladung Nordkoreas zu einem Gipfeltreffen angenommen. Nach anhaltend massiven Spannungen waren die vergangenen Wochen von Annäherungen zwischen Süd- und Nordkorea geprägt gewesen.

jv/se (dpa, rtr)