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Reise

Lyon sagt Lichterfest nach Terroranschlägen ab

Nach den Anschlägen von Paris hat die Stadt Lyon ihr jährliches Lichterfest Anfang Dezember abgesagt. Stattdessen soll mit Kerzen an die Opfer der Terroranschläge erinnert werden.

"Wir werden das Fest der Lichter in eine Hommage an die Opfer der Attentate umwandeln", teilte Bürgermeister Gérard Collomb am Donnerstag auf Twitter mit. Mit einer halben Million Einwohner ist Lyon nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt des Landes. Die Tradition des Lichterfestes geht zurück auf die Rettung der Stadt vor der Pest im Jahr 1643.

Seit 1852 erstrahlt Lyon am Abend des 8. Dezember, zum Festtag Mariä Empfängnis, bei Einbruch der Dunkelheit. Der Tradition zufolge dekorieren die Bewohner ihre Fenster in bunten Farben und schmücken sie mit einer Kerze. Hinzukommen in jüngerer Zeit fantasievolle Illuminationen historischer Gebäude und Brücken. Lichtinstallationen internationaler Künstler, Konzerte, ein Wasserballett mit musikalischer Untermalung und Straßentheater gehören ebenfalls zum Programm.

Statt der viertägigen Lichtfestspiele, zu der die Stadt im Südosten Frankreichs jährlich drei bis vier Millionen Besucher empfängt, sollen die Bewohner am Abend des 8. Dezember die Kerzen in ihre Fenster stellen, um der Opfer der Terroranschläge zu gedenken.

ak/is (KNA, dpa)