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Global 3000

Luxemburg - die Finanzwelt im Steuerparadies baut um

Hunderte Konzerne haben in Luxemburg Steuern in Milliardenhöhe am Fiskus vorbei jongliert. Es handelt sich vor allem um sogenannte "Advance Tax Agreements", in denen im Voraus eine bestimmte steuerliche Behandlung zugesichert wird.

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Für Firmen wie Versandhändler Amazon oder Automobilbauer Fiat wurden Lücken in der internationalen Gesetzgebung gefunden und Off-Shore-Konstrukte angeboten, die von den Luxemburger Steuerbehörden toleriert wurden. Die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission will gegen diese Machenschaften ermitteln und das Großherzogtum fürchtet, dass seine globalen "Investoren" abwandern. Schnell wird umgebaut: neue Märkte stehen parat, um die globalen Finanzströme nicht abreißen zu lassen. Chinas Banken haben Luxemburg ausgesucht, um die heimische Währung, den Renminbi, als Zahlungsmittel auf Europas Märkten "handelbarer" zu machen. Auch die arabische Welt investiert kräftig in der luxemburgischen Finanzwelt. Hier sind vor allem Immobilien gefragt. Und die internationale Start-up Branche füllt umgebaute Industriebrachen und entwickelt kräftig digitale Finanztools in der Hoffnung, lukrative Investoren aus dem Ausland anzulocken. Der "Banken-Staat" in Zentraleuropa will sein Image als Steuerparadies für Großunternehmen und Bankhäuser so schnell als möglich loswerden. Zu sehr fürchtet man den Imageverlust.