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Politik

Lula hofft auf Impulse aus Deutschland

Brasiliens Präsident setzt auf einen Ausbau der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zur Bundesrepublik. Zum Abschluss der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage regte er auch gemeinsame Initiativen zum Klimaschutz an.

Präsident Lula da Silva (Foto: ap)

Ist zunehmend als "global player" gefordert: Brasiliens Präsident Lula da Silva

Der brasilianische Staatschef sieht sich gern als Vorreiter in Lateinamerika und wichtige Stimme der Schwellenländer. Zum Abschluss der diesjährigen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage packte er die Gelegenenheit beim Schopfe und schlug Deutschland einen Schulterschluss in der globalen Klimaschutzpolitik vor.

Gemeinsamer Vorstoß in Kopenhagen

Es müsse möglich sein, sich enger abzustimmen und im Dezember mit fertigen Vorschlägen zur UN-Klimaschutzkonferenz nach Kopenhagen zu fahren. Dort solle man mit einer gemeinsamen Stellungnahme die Initiative ergreifen, so Lula im brasilianischen Vitoria. Die Klimafrage sei "heute nicht mehr eine Frage von Verrückten oder Jugendlichen." Es gehe schließlich "um das Überleben der Menschheit".

Lula da Silva betonte zugleich die lange Tradition deutscher Unternehmen in Brasilien, dem wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Lateinamerika, mit deutlichem Abstand vor Mexiko. Das bilaterale Handelsvolumen lag 2008 bei knapp 18 Milliarden Euro. Deutschland und Brasilien könnten "in zehn bis 15 Jahren eine Verdopplung schaffen", gab sich Lula optimistisch. Er will Ende des Jahres nach Deutschland reisen.

Guttenberg: In Brasilien aktiver sein

Panorama mit Wolkenkratzern in Sao Paulo (Foto: ap)

Millionen-Metropole Sao Paulo: Auch ein Zentrum deutscher Konzerne und Vertretungen

In Brasilien sind 1200 deutsche Unternehmen aktiv, die etwa zehn Prozent zum industriellen Bruttoinlandsprodukt beitragen. Auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte sich in Vitoria sicher gezeigt, das deutsche Engagement noch ausbauen zu können. In einem Interview der "Deutschen Welle" hatte er dafür geworben, insbesondere in diesem lateinamerikanischen Land stärkere Präsenz zu zeigen, so wie andere europäische Staaten. Auch der Mittelstand werde in Brasilien geschätzt und habe durchaus Chancen. Den deutschen Unternehmen sicherte Guttenberg die Unterstützung der Bundesregierung zu.

Auch Wirtschaft will beim WM punkten

Einer der Schwerpunkte der Wirtschaftstage waren die Investitionen zur Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Deutschland sei da "bestens aufgestellt" und könne ein "enormes Know-how anbieten", sagte Guttenberg der "Deutschen Welle". Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, berichtete: "Allein für Projekte, die in direktem Zusammenhang mit der Fußball-WM 2014 stehen, wird Brasilien in den kommenden Jahren über 40 Milliarden US-Dollar investieren". Deutsche Unternehmen rechneten deshalb mit Milliarden-Aufträgen. (sc/kle/dpa/DW)

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