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Wirtschaft

Lufthansa verliert nach Dividendenstreichung stark

Die deutschen Aktien haben am Dienstag zum Teil kräftig verloren. Besonders Lufthansa und Technologiewerte mußten abgeben.

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Da Lufthansa wohl keine Dividende zahlt, trennten sich viele Anleger am Dienstag von der Aktie

Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 5276 Punkte. Am Neuen Markt fiel der Nemax-50-Index um vier Prozent auf 1031 Zähler.

Zu den wenigen Gewinnern im DAX gehörten der Berliner Pharmakonzern Schering und der Chemiekonzern Bayer, die zwischen ein und zwei Prozent zulegen konnten. Bei den meisten anderen Werten regierten am Dienstag jedoch die Minus-Zeichen.

Größter Verlierer bei den Standardwerten war die Aktie der Lufthansa. Die Fluggesellschaft präsentierte ihre vorläufigen Geschäftszahlen. Demnach flog die Airline im vergangenen Jahr vor Steuern einen Verlust von rund 750 Millionen Euro ein. Im Vorjahr gab es noch einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro. Hinzu kam, dass den Aktionären die Dividende gestrichen werden soll. Im Vorjahr hatte die Lufthansa noch eine Dividende von 60 Cent je Aktie gezahlt. Das alles hörten die Anleger natürlich nicht gern: Die Lufthansa schloß mit sechs Prozent im Minus.

Auch Volkswagen legte am Dienstag Zahlen vor. Im Jahr 2001 konnte der Autobauer noch einmal ein Rekordergebnis erwirtschaften, allerdings waren die Zahlen schon seit Februar bekannt. So konzentrierten sich die Börsianer auf die Neuigkeiten, und die sahen nicht allzu gut aus. Denn der weltweite Einbruch auf den Automärkten hat auch VW getroffen, die Absatzzahlen sind gesunken und das erste Quartalsergebnis wird sich wohl verschlechtern. Die VW-Aktie verlor daraufhin über zwei Prozent.

Auch die Technologiewerte standen am Dienstag unter Druck, Siemens, Infineon und Epcos schlossen jeweils mit rund drei Prozent im Minus. So rechnet Siemens z.B. nicht mehr damit, dass die Flaute am Mobilfunkmarkt bald zu Ende ist. Das Unternehmen hat seine Prognose für die weltweiten Handy-Verkäufe aller Hersteller in diesem Jahr auf 400 Millionen Stück gesenkt. Bisher war Siemens von 420 bis 450 Millionen Handys ausgegangen.

Zusätzlichen Druck bekamen Technologiewerte durch schlechte Nachrichten aus dem Ausland. So hat der angeschlagene US-Telekom-Ausrüster Lucent Technologies seine Erwartungen deutlich herunter geschraubt und erwartet, erst im nächsten Jahr wieder Gewinne zu machen. Auch Nokia aus Finnland, der weltweit größte Hersteller von Mobiltelefonen, ist nicht allzu optimistisch und hat seine Umsatzprognose für das erste Quartal gesenkt.

Zum Rentenmarkt: Der Bund-Future zog um 0,2 Prozent auf 105,55 Punkte an. Der Rentenmarktindex REX stieg 0,03 Prozent auf 111,52 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite unverändert mit 5,03 Prozent fest.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 76,00 1,03
Allianz 274,17 -2,83
BASF 46,38 -0,22
Bayer 39,05 0,67
Bay. HypoVereinsbank 37,90 -0,04
BMW 44,12 -0,68
Commerzbank 20,62 -0,37
DaimlerChrysler 50,00 0,12
Degussa 34,22 -0,58
Deutsche Bank 72,41 -1,58
Deutsche Post 16,05 -0,27
Deutsche Telekom 16,76 -0,41
E.ON 57,12 -0,38
Epcos 49,80 -1,44
Fresenius Medical Care 64,90 -0,10
Henkel 68,95 -0,25
Infineon Technologies 25,85 -0,95
Linde 55,40 -0,49
Lufthansa 18,50 -1,19
MAN 29,15 -0,35
Metro 39,60 -0,39
MLP 71,30 -2,35
Münchener Rück 289,50 -2,21
Preussag 34,65 -0,34
RWE 41,60 0,00
SAP 166,00 -0,60
Schering 66,40 0,55
Siemens 74,95 -2,32
ThyssenKrupp 17,91 -0,09
VW 56,70 -1,40

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro entspricht:

0,8733 US-Dollar
112,40 jap. Yen
0,6177 brit. Pfund

  • Datum 12.03.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1yqR
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