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Aktuell Deutschland

Lufthansa und Flugbegleiter einigen sich

Bei der Lufthansa sind weitere Streiks des Kabinenpersonals vom Tisch. Noch vor Beginn der Schlichtung verständigten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf Tarifverträge zum Gehalt und zur Altersversorgung.

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Lufthansa: Einigung mit Flugbegleitern (Wirtschaft 22.01.2016)

Die Flugbegleiter sollen für 2015 eine Einmalzahlung von 3000 Euro erhalten. Rückwirkend zum Jahresbeginn greift zudem eine Gehaltssteigerung von 2,2 Prozent, wie beide Seiten in Frankfurt am Main weiter mitteilten. Der Tarifvertrag läuft bis Ende September.

Schlichtung für noch offene Fragen

Bei dem Thema Altersbezüge sind noch Detailfragen offen. Sie werden ebenso wie die Vergütungsbedingungen ab Oktober 2016 in eine Schlichtung übernommen. Auch noch offene Fragen zur Arbeitsorganisation der Flugbegleiter sollen in der Schlichtung bis zum 30. Juni unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck erledigt werden. Bis dahin darf Ufo die rund 19.000 Flugbegleiter wegen der vereinbarten Friedenspflicht nicht zu Streiks aufrufen.

Mit der schon unter Platzecks Moderation erreichten Teil-Einigung hat nach dem Bodenpersonal eine zweite Berufsgruppe bei der Lufthansa die Umstellung des Rentensystems auf feste Beiträge des Unternehmens akzeptiert.

Konflikt mit den Piloten weiter ungelöst

Dagegen ist der Tarifstreit mit den Piloten noch nicht geklärt. Sie haben bereits 13 mal gestreikt. Neben der Übergangsversorgung für ältere Flugzeugführer geht es auch um das Sparkonzept "Wings". Die Lufthansa will im Konkurrenzkampf mit den Wettbewerbern auf mehr Strecken sogenannte Billigflüge anbieten. Die Piloten der Billigtochter Eurowings soll nicht nach Lufthansa-Tarifen bezahlt werden, sondern deutlich schlechter.

Die Flugbegleiter hatten im November vergangenen Jahres sieben Tage lang die Arbeit
niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert.

se/wl (dpa, rtr, afp)

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