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Wirtschaft

Lufthansa-Streik geht in zweiten Tag

Die 14. Streikrunde der Lufthansa-Piloten zwingt auch am Donnerstag viele Passagiere zu improvisieren. Und am Freitag geht es weiter. Ein Ende des Tarifkonflikts ist noch nicht absehbar.

Die Piloten der Lufthansa haben ihren Streik am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Eine Sprecherin der Airline sagte in Frankfurt, dass im Laufe des Tages bundesweit 912 Flüge ausfallen werden - darunter 82 auf der Langstrecke. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihren am Mittwoch begonnenen Ausstand zuvor noch einmal verlängert. Auch am Freitag soll weiter gestreikt werden, wie die VC ankündigte. Dann sind Verbindungen auf der Kurzstrecke, die aus Deutschland starten, betroffen. Für Freitag wurden inzwischen 830 Flüge abgesagt. Betroffen sind nahezu ausschließlich die Kurz- und Langstrecken mit rund 100.000 Passagieren, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte

Am neben Frankfurt zweiten großen Lufthansa-Drehkreuz in München blieben die meisten Maschinen am Donnerstagmorgen am Boden. Am Terminal gab es jedoch keine größere Unruhe: Viele Passagiere hatten sich offenbar auf die massiven Ausfälle eingestellt und waren erst gar nicht zum Flughafen gekommen. Nur einige wenige Lufthansa-Maschinen hoben ab - unter anderem nach Hongkong, Lissabon, Turin und Dresden. Reisende können sich über die Internetseite lufthansa.com informieren, ob ihre Verbindung unter den gestrichenen Flügen ist. Gestrandeten Passagieren wurden Umbuchungen angeboten.

Piloten wollen keine Schlichtung

Es ist der 14. Ausstand in einer bis zum April 2014 zurückreichenden Serie. Die Lufthansa verlangte von der Pilotengewerkschaft, sich auf ein Schlichtungsverfahren einzulassen. "Die Forderung der VC nach einer Vergütungserhöhung von mehr als 20 Prozent geht weit über das hinaus, was andere Beschäftigtengruppen erhalten haben", sagte Personalchefin Bettina Volkens.

"Das Lufthansa-Management zeigt weiterhin keinerlei Bewegung und hat kein verhandlungsfähiges Angebot übermittelt", begründete Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg die erneute Verlängerung. "Der Vorstand lässt nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch die Kunden zunehmend unter dieser kompromisslosen Unternehmenspolitik leiden."

Der  stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs fordert einem Zeitungsbericht zufolge ein Gesetz zur Zwangsschlichtung. Arbeitsministerin Andrea Nahles sei gefordert, endlich entsprechend zu handeln, sagte Fuchs der "Bild"-Zeitung laut Vorabbericht aus der Donnerstagsausgabe.

zdh/ul (dpa, rtr)

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