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Wirtschaft

Lufthansa-Piloten kündigen neuen Streik an

Flugpassagiere müssen sich auf neue Behinderungen einstellen. Die gute Nachricht für sie: Die Lufthansa-Töchter Eurowings und Germanwings sind vom angekündigten Ausstand nicht betroffen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ruft ihre Mitglieder bei der Lufthansa für Mittwoch (18.03.2015) zu einem eintätigen Streik auf. Deutschlandweit würden Kurz- und Mittelstreckenflüge von 00.01 bis 23.59 Uhr bestreikt, kündigte die Gewerkschaft an. Flüge der Tochterunternehmen Eurowings und Germanwings seien nicht betroffen.

Die Lufthansa arbeitet nach eigenen Angaben an einem Sonderflugplan, der an diesem Dienstag im Internet veröffentlicht werde. Demnach will das Unternehmen trotz des Streiks rund zwei Drittel seines Flugprogramms absolvieren. Das Langstreckenprogramm laufe wie geplant, teilte die Lufthansa mit. Den meisten Passagieren, die vom Arbeitskampf betroffen seien, könnten Umbuchungen auf andere Flüge angeboten werden.

"Keine Fortschritte"

Die Gewerkschaft begründete den jüngsten Ausstand damit, dass Verhandlungen über die Altersversorgung der Piloten in der vergangenen Woche keine Fortschritte erbracht hätten. Das Lufthansa-Management beharre auf seiner Position einer deutlichen Verschlechterung für junge Piloten bis hin zur Abschaffung der Übergangsversorgung. Dies sei nicht akzeptabel. VC forderte den Lufthansa-Konzernvorstand zu einer Gesamtschlichtung auf.

Die Airline nannte die Streikankündigung "unverhältnismäßig". Man sei der Gewerkschaft in den Verhandlungen deutlich entgegengekommen.

Eine Million Passagiere betroffen

Für die Übergangsversorgung werden für jeden Piloten während seiner Firmenzugehörigkeit Gehaltsbestandteile zurückgestellt, die es ermöglichen, die berufliche Tätigkeit vorzeitig zu beenden und früher in den Ruhestand zu gehen. Die Lufthansa will die bestehenden Regelungen ändern, um Kosten zu sparen. Zusätzlich tobt im Hintergrund ein Streit über die künftige Ausrichtung des Konzerns.

Seit April vergangenen Jahres hat die Vereinigung Cockpit elf Streikwellen organisiert, von deren Folgen bisher rund eine Million Passagiere betroffen waren.

jj/as (dpa, rtr)