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Wirtschaft

Lufthansa konkretisiert Angebot für Frührente

Die Lufthansa hat Details für eine mögliche Neuregelung der Frührente vorgelegt. Zuvor hatte die Pilotenvereinigung Cockpit neue Streiks angekündigt, was die Fluggesellschaft aber nicht beeindruckt.

In den Streit um die Frührente-Reform der Lufthansa kommt Bewegung. Das Unternehmen hat ein neues Angebot vorgelegt. Darüber wird verhandelt. Die Piloten wollen dennoch streiken: Ab Dienstag sollen ihrem Willen nach keine Langstreckenflüge vom größten deutschen Flughafen Frankfurt in der

Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr abheben

.

Die Lufthansa zeigt sich davon unbeeindruckt und will den Pilotenstreik ohne Flugausfälle bewältigen. Alle 40 im Streikzeitraum vorgesehenen Langstreckenflüge sollten starten, teilte die größte deutsche Fluglinie am Nachmittag mit. Bei 24 Langstreckenabflügen sollten sich aber die Abflugzeiten ab Frankfurt ändern.

Streit um Frührente

Inhalt des ersten Reformplanes war, dass die ab 2014 eingestellten Piloten die Mittel für einen frühzeitigen Übergang in die Rente selbst ansparen müssten. Auch sollte das frühstmögliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre hochgesetzt werden. Die Regelung bis dato erlaubte es Piloten, ab einem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen.

Das neue Kompromissangebot der Lufthansa lautet nun, dass die Altersgrenze individuell nach Dienstjahren festgelegt werden kann. Stichtag sei der 1. Januar 2016. Für jedes Jahr, das zu dem Zeitpunkt zum Erreichen von 30 Dienstjahren fehle, verschiebe sich der frühestmögliche Termin um zwei Monate. Mitarbeiter, die bereits 30 Jahre oder länger bei der Lufthansa arbeiteten, könnten dann - wie bisher - mit 55 Jahren ausscheiden.

Kostensenkung durch längere Arbeitszeiten

Derzeit gehen die rund 5400 Piloten und Co-Piloten der Lufthansa im Schnitt mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand - sechs Jahre vor dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze. Das Durchschnittsalter, in dem Flugkapitäne derzeit aus dem Dienst ausscheiden, liegt nach den Berechnungen der Lufthansa bei 58 Jahren.

Dieses soll bis 2021 auf 61 Jahre angehoben werden, und bis 2023 soll dann jeder Mitarbeiter - wenn nötig - maximal ein Jahr länger als von ihm gewünscht arbeiten müssen, um das durchschnittliche Ausscheidealter anzuheben.. Zur Frage der Finanzierung der Übergangsversorgung für die neuen Mitarbeiter habe die Lufthansa der Vereinigung Cockpit Gespräche angeboten.

Umfassende Streikwelle

Am vergangenen Mittwoch (10.09.2014) war der zweitgrößte deutsche Flughafen

in München bestreikt worden

, rund 140 Europa-Flüge der Lufthansa fielen aus. Insgesamt sind seit April in vier Streikwellen bei Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings rund 4300 Flüge nicht abgehoben. 480.000 Passagiere waren betroffen.

Allein seit August fielen fast 500 Flüge aus.

Bei der Deutschen Bahn dagegen soll es keine Arbeitsniederlegungen geben - vorerst. Am 2. Oktober stimmen die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) über neue Streiks ab.

js/gmf (rtr, dpa, afp)

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