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Aktuell Nahost

Luftangriffe auf syrische Marktplätze

Mehr als 40 Menschen sind im Nordwesten Syriens bei Bombardements aus der Luft getötet worden. Die zumeist zivilen Opfer wurden beim Einkaufen von den Attacken überrascht.

Die Luftangriffe fanden trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe in Syrien statt. Zu den Opfern zählten auch Kinder, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Es gebe viele Verletzte.

Die Organisation stützt sich auf ein Netzwerk an Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer überprüfbar.

Syrien: Bombardierung eines Markt in Maarat al-Numan

Alle Bilder zeigen den Markt in Marat al-Numan nach dem Luftangriff

Unklar ist, ob syrische oder russische Kampfflugzeuge den Angriff geflogen hatten. Regimegegner machen die syrische Luftwaffe für die Angriffe auf die Stadt Marat al-Numan und den in der Nähe liegenden Ort Kafr Nabl verantwortlich.

Einwohner berichten, das Regime habe Märkte und Wohngebiete mit international geächteten Fassbomben angegriffen. Die oppositionelle Nachrichtenseite "Orient News" meldet, in Marat al-Numan seien 40 Menschen getötet worden, auf einem Fischmarkt in Kafr Nabl sieben.

In Marat al-Numan ist neben moderateren Rebellen die Al-Nusra-Front stark vertreten, syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die Extremisten sind wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) von der im Februar ausgehandelten Waffenruhe ausgenommen.

Aus Protest gegen die zunehmende Gewalt im Land hatte Syriens Opposition am Montag ihre Teilnahme an den Genfer Friedensgesprächen vorübergehend ausgesetzt.

rb/SC (afp, ap, dpa, rtr)

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