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Großbritannien

Londoner Attentäter in Großbritannien geboren

Der Londoner Attentäter war den britischen Geheimdiensten bekannt. Das sagte die britische Premierministerin Theresa May vor dem Parlament. Vor einigen Jahren geriet er ins Visier des MI5.

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May: "Londoner Attentäter war Geheimdiensten bekannt"

Nach den Angriffen im Londoner Parlamentsviertel hat die Polizei inzwischen acht Personen festgenommen. Wie der Terrorabwehr-Chef von Scotland Yard, Mark Rowley, mitteilte, wurden die Verdächtigen an sechs verschiedenen Orten gefasst, darunter London und Birmingham. Mehrere Wohnungen seien von bewaffneten Polizisten gestürmt worden

Bei dem Anschlag am Mittwoch waren nach jüngsten Angaben insgesamt vier Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Der Angreifer fuhr Fußgänger auf der Westminster-Brücke mit einem Auto um. Anschließend erstach er einen Polizisten, ehe er selbst erschossen wurde.

"Verbindungen zu Islamisten"

Die vier Todesopfer seien neben dem Attentäter und dem attackierten Polizisten eine etwa 40-jährige Frau und ein Mann von über 50 Jahren, sagte Rowley. Er korrigierte damit frühere Angaben der Behörden, die zunächst von insgesamt fünf Toten gesprochen hatten. 29 Verletzte würden noch im Krankenhaus behandelt. Sieben von ihnen seien in lebensbedrohlichem Zustand. Unter den Verletzten ist auch ein Deutscher.

Großbritannien Terroranschlag in London | Flaggen auf Halbmast (picture-alliance/dpa/J. Brady)

Trauerbeflaggung auf dem Parlamentsgebäude

Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, der Täter habe nach dem Stand bisheriger Ermittlungen allein gehandelt. Die Arbeitshypothese sei jedoch weiterhin, dass der internationale Terrorismus ihn "inspiriert" habe, so Fallon im BBC-Radio.

May: Attentäter im Visier des MI5 

Premierminister Theresa May gab vor dem Parlament eine Erklärung ab (Artikelbild). Sie teilte mit, der Attentäter sei in Großbritannien geboren und sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Vor einigen Jahren habe der Geheimdienst MI5 gegen ihn ermittelt. Zuletzt habe der Mann jedoch nicht mehr im Fokus der Behörden gestanden. Insgesamt seien Menschen aus mindestens elf Ländern
betroffen, ergänzte May. Die Abgeordneten hatten ihre Sitzung zuvor mit einer Schweigeminute eröffnet.

Der Angriff hatte das Herz der britischen Hauptstadt heimgesucht, während in ganz Belgien der Opfer der Anschläge in Brüssel vor einem Jahr gedacht wurde. Er rief Erinnerungen wach an die Lastwagen-Attentate von Nizza im Juli und von Berlin im Dezember. In Frankreich waren 84 Menschen getötet worden. Dem Angriff in der deutschen Hauptstadt waren zwölf Menschen zum Opfer gefallen.

jj/pg/stu (dpa, afp, rtr)

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